Loire: Ein Verdächtiger wurde inhaftiert, nachdem Videos auf eine „gewalttätige Handlung“ hindeuten.
Loire: Ein Verdächtiger wurde inhaftiert, nachdem Videos auf eine „gewalttätige Handlung“ hindeuten.

Am Samstag nahm die Polizei in Saint-Étienne einen 35-jährigen Mann fest, der bei einer Routinekontrolle über die Osterfeiertage wiedererkannt worden war. Der Mann, ein algerischer Staatsbürger mit illegalem Aufenthaltsrecht in Frankreich, wurde laut einer Justizquelle nun formell angeklagt und in Untersuchungshaft genommen. In einem Land, in dem die Terrorgefahr weiterhin allgegenwärtig ist, verlief der Fall zügig, und die Anti-Terror-Einheit wurde umgehend mobilisiert.

Zwei Videos, eine Alarmmeldung und ein Wettlauf gegen die Zeit

Zwei kurz nacheinander in den sozialen Medien veröffentlichte Videos stehen im Mittelpunkt des Falls und bildeten den Ausgangspunkt der Ermittlungen, die die Nationale Anti-Terror-Staatsanwaltschaft (PNAT) am 3. April einleitete. In den Videos äußert der Verdächtige angeblich den Wunsch, „als Märtyrer zu sterben“, und schießt laut PNAT-Informationen auf offener Straße in die Luft. In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde die Fahndung nach ihm angeordnet, da die Sicherheitsvorkehrungen im Umfeld religiöser Feierlichkeiten erhöht waren, obwohl die Ermittlungen noch nicht bestätigt haben, dass ein Gotteshaus Ziel des Angriffs war.

Am Mittwoch, nach 96 Stunden in Polizeigewahrsam, wurde er einem Anti-Terror-Ermittlungsrichter vorgeführt. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet, insbesondere wegen „Beteiligung an einer terroristischen Verschwörung zur Vorbereitung eines oder mehrerer Verbrechen gegen Personen“ und wegen „Besitzes von Waffen der Kategorie B, Waffenteilen und Munition im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung“. Die Ermittlungen wurden der DGSI (Generaldirektion für Innere Sicherheit) und der DNPJ (Nationale Direktion der Kriminalpolizei) übertragen. Vier weitere Festgenommene wurden vorerst ohne Anklageerhebung freigelassen. Es bleibt abzuwarten, was hinter diesen Bildern steckt – ob es sich um eine makabre Provokation oder einen geplanten Anschlag handelt – und welche Ergebnisse die Ermittlungen in den kommenden Wochen bringen werden.

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