Am Montagmorgen wurde der Tag in Décines-Charpieu, östlich von Lyon, von einem tragischen Ereignis überschattet. Gegen 7:30 Uhr brach in einem siebenstöckigen Gebäude ein Feuer aus. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, doch die Zahl der Todesopfer bleibt unverändert: Drei Menschen kamen ums Leben, wie der Präfekt der Region Auvergne-Rhône-Alpes und des Départements Rhône mitteilte.
In den Treppenhäusern, Fluren und Wohnungen breitete sich der Rauch heimtückisch aus. Rund fünfzig Bewohner wurden evakuiert. Vierzehn Personen, die dem Rauch ausgesetzt waren, wurden mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Achtunddreißig weitere wurden in eine von der Stadtverwaltung eingerichtete Turnhalle gebracht, wo sie sich erholen, telefonieren und das Geschehene verarbeiten konnten. Am Montag dauerten die Sicherungsarbeiten am Gebäude noch an.
Die Möglichkeit einer Straftat kommt in den Fall ins Spiel.
Dies ist nicht nur eine Katastrophe, sondern auch ein Rechtsfall, der an Fahrt gewinnt. Laut einer von Radio France zitierten Polizeiquelle wird Brandstiftung untersucht. Die Staatsanwaltschaft Lyon hat Ermittlungen wegen „Sachbeschädigung mit Todesfolge durch gefährliche Mittel“, „vorsätzlicher Totschlag durch eine organisierte Gruppe“ und „Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung zur Begehung einer Straftat“ eingeleitet. Forensiker, Kriminalbeamte, das forensische Institut Lyon und Brandexperten des nationalen forensischen Dienstes: Alle sind als Zeugen geladen, zumindest zu den ersten Erkenntnissen.
Die angespannte Lage vor Ort zeigt sich auch im Polizeieinsatz. Wie der Präfekt mitteilte, wurden Verstärkungskräfte der Bereitschaftspolizei mobilisiert, um die Sicherheit im Viertel zu erhöhen, während die Sentinelle-Patrouillen den Bereich absichern. Das Rote Kreuz und ein medizinisch-psychologischer Notfalldienst wurden hinzugezogen. Die Metropolregion Lyon, die Stadt und die Wohnungsbehörde arbeiten zusammen, um die Bewohner, insbesondere bei der Wohnungssuche, zu unterstützen. Die Verwaltungsverfahren schreiten voran, doch die drängenden Probleme – vertriebene Familien, traumatisierte Nachbarn und ein abrupt zum Stillstand gekommenes Leben – bleiben bestehen.
Ein wichtiges Detail rückt in den Hintergrund: Laut derselben Polizeiquelle wurden in den letzten Wochen mehrere Brandstiftungen in der Gegend gemeldet. Die Staatsanwaltschaft betont, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Hypothese ausgeschlossen wird. Die Frage ist nun, was das Feuer verursacht hat und, noch wichtiger, ob jemand dahintersteckt.
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