Schießerei in Neuilly-sur-Seine: Ein Mann wurde auf offener Straße getötet. Das Opfer ist der Geschäftsmann und Betrüger Eric Robic.
Schießerei in Neuilly-sur-Seine: Ein Mann wurde auf offener Straße getötet. Das Opfer ist der Geschäftsmann und Betrüger Eric Robic.

Ein Mann in seinen Fünfzigern wurde am Donnerstag, dem 16. April, in Neuilly-sur-Seine (Département Hauts-de-Seine) auf offener Straße erschossen. Der Vorfall ereignete sich gegen 9:30 Uhr am Boulevard Victor-Hugo 49, wie erste Berichte mehrerer Quellen bestätigen. Die Täter, die auf einem Motorrad flüchteten, werden derzeit gesucht.

Zwei Männer mit Helmen fliehen in einem TMAX

Das Opfer wurde Berichten zufolge von zwei Männern mit Helmen auf einem TMAX-Roller angegriffen. Der Angriff soll blitzschnell erfolgt sein. Als Rettungskräfte und Polizei eintrafen, kümmerten sich Feuerwehrleute bereits um den Verletzten, der einen grau-roten Motorradhelm trug. Trotz aller Bemühungen erlag der Mann in seinen Fünfzigern um 10:10 Uhr seinen Verletzungen.

Bei dem Opfer handelt es sich um Eric Robic, einen berüchtigten Betrüger.

Le Parisien Es wurde bekannt, dass es sich bei dem Opfer um den 51-jährigen Eric Robic handelt, der bereits mehrfach mit Polizei und Justiz in Kontakt stand. Seine Identität wurde Berichten zufolge etwa eine halbe Stunde nach seinem Tod von den Ermittlern am Tatort bestätigt. Die Staatsanwaltschaft Nanterre, die ebenfalls vor Ort war, bestätigte die Angaben.

Ein den Behörden wohlbekanntes Profil.

Eric Robic war für zahlreiche Straftaten bekannt, darunter Missachtung des Gerichts, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Betrug, kriminelle Vereinigung, Körperverletzung (sowohl vorsätzlich als auch fahrlässig) und Totschlag. Sein Name blieb insbesondere mit einem Fall verbunden, der die Öffentlichkeit zutiefst schockiert hatte.

Die Erinnerung an die Lee-Zeitouni-Affäre

Eric Robic geriet 2011 nach dem Tod der jungen Israelin Lee Zeitouni, die bei einem Verkehrsunfall in Tel Aviv ums Leben kam, in die Schlagzeilen. 2013 wurde er in Paris zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der Beifahrer, Claude Khayat, erhielt eine Haftstrafe von 15 Monaten.

Die Theorie der Abrechnung steht im Mittelpunkt der Untersuchung.

Zum jetzigen Zeitpunkt gehen die Ermittler von einem gezielten Angriff aus. Das Opfer, dessen Initialen zunächst mit ER gekennzeichnet waren, wohnte in der Nähe des Tatorts. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und sucht weiterhin nach den beiden noch flüchtigen Tatverdächtigen, um die genauen Umstände des Angriffs aufzuklären.

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