Eine neue Tragödie überschattet das Festival von Bayonne. Nach Angaben der örtlichen Behörden wird in der Nacht zum Donnerstag eine Person vermisst, nachdem sie in den Fluss Adour gestürzt war. Der Vorfall ereignete sich gegen 2:45 Uhr in der Nähe der Saint-Frédéric-Brücke, etwa einen Kilometer Fußweg vom offiziellen Festivalgelände entfernt. Die Präfektur Pyrénées-Atlantiques gab bekannt, dass die Staatsanwaltschaft von Bayonne Ermittlungen wegen eines „beunruhigenden Verschwindens“ eingeleitet habe. Schnell wurde eine Suche eingeleitet, an der zwei Taucherteams, ein Feuerlöschboot und Drohnen beteiligt waren. Die steigende Flut und die starken Strömungen erschwerten jedoch die Operation.
Ein Ereignis, das immer noch streng überwacht wird
Jedes Jahr versammelt das Festival von Bayonne bis zu eine Million Menschen in den Straßen der baskischen Stadt und entwickelt sich damit zu einem der größten Volksfeste Europas. Für die Ausgabe 2025 wurde ein umfangreiches Sicherheitsaufgebot eingesetzt: Tausend Polizisten und Rettungskräfte waren vor Ort. Trotzdem trüben schwere Zwischenfälle immer wieder das Image dieses festlichen Treffens. Die Stadtverwaltung hat kürzlich versucht, die Teilnehmerzahl der Veranstaltung zu begrenzen, nachdem es bei früheren Ausgaben zwei Todesfälle gegeben hatte. 2024 wurde ein Mann nach einer Auseinandersetzung in der Nähe des Busbahnhofs getötet. Im Jahr zuvor wurde ein Bewohner der Innenstadt getötet, nachdem er vor seinem Haus gegen unhöfliches Verhalten protestiert hatte. Das Schicksal der Person, die im Fluss Adour verschwunden ist, ist vorerst ungewiss, und die Suche geht weiter. Dieser jüngste Vorfall ist eine weitere Erinnerung an die Risiken, die von nächtlichen Unruhen rund um große Volksfeste ausgehen können.