Am Mittwoch, dem 13. August, erschütterte kurz nach 6:30 Uhr eine Explosion einen normalerweise ruhigen Stadtteil im 92. Arrondissement von Marseille. Die Detonation, die fast einen Kilometer weit zu hören war, kam aus der Wohnung eines XNUMX-jährigen Bewohners. Die Feuerwehr traf schnell ein und fand die Wohnung verwüstet vor. Wände waren gesprungen, Fenster zerbrochen und Möbel waren in Schutt und Asche gelegt. Erste Erkenntnisse schlossen einen Unfall aus: Es gab kein Gasleck, keine Probleme mit der Elektrik, und die mobile Klimaanlage war vom Stromnetz getrennt. Vor Ort nahmen Feuerwehrleute und Sicherheitskräfte einen starken Geruch nach Schießpulver wahr, was die Theorie stützte, dass ein Feuerwerkskörper den Balkon getroffen hatte, bevor er in die Wohnung eindrang.
Eine Untersuchung, die auf eine freiwillige Handlung ausgerichtet ist
Die Ermittler gehen von vorsätzlichem Schuss oder Fehlziel aus. Die Druckwelle durchfuhr Esszimmer und Küche und zerstörte Wände und Fenster. Experten zufolge dämpfte ein hinter der 90-Jährigen platziertes Möbelstück den Aufprall und rettete ihr vermutlich das Leben. Das leicht verletzte und unter Schock stehende Opfer wurde ins Krankenhaus La Timone gebracht, bevor es zum Haus ihres Sohnes zurückkehrte. Eine in der Nähe des Hauses installierte Überwachungskamera könnte entscheidende Aufnahmen liefern. Obwohl derartige Vorfälle in diesem Viertel noch selten sind, nehmen Mörsergranatenangriffe in Marseille zu, und ihre Folgen können dramatisch sein, unabhängig davon, ob sie auf eine Straftat oder Fahrlässigkeit zurückzuführen sind.
Sofortmaßnahmen und besorgniserregendes Klima
Auf Ersuchen des stellvertretenden Polizeichefs wurden die Streifen und Kontrollen in der Gegend noch am selben Abend verstärkt. Die Behörden weisen darauf hin, dass es in der Stadt bereits Präzedenzfälle gebe, bei denen Projektile „zum Spaß“ gegen Fassaden geworfen wurden. Im konkreten Fall deuten die Schäden auf den Einsatz ungewöhnlicher, tödlicher Gewalt hin. Die Ermittlungen müssen klären, ob das Ziel das richtige war, ob der Sprengsatz von Personen gehandhabt wurde, die sich der Gefahr nicht bewusst waren, oder ob es sich um eine vorsätzliche Tat handelte. Im Familien- und Freundeskreis des Opfers ist man sich sicher: Die Heftigkeit der Explosion und der Zustand des Hauses schließen jeden Unfall aus.