Am Mittwoch, dem 20. Mai, kurz vor 6:00 Uhr morgens, wurden Feuerwehr und Rettungsdienst zum Wohnkomplex Pontcarral im Département Var gerufen, nachdem am Fuße von Gebäude A Leichen entdeckt worden waren. Eine Mutter und drei ihrer Kinder – zwei Jungen und ein Mädchen – waren aus dem dreizehnten Stock gestürzt. Die Rettungskräfte versuchten noch am Unfallort, die Opfer wiederzubeleben, jedoch vergeblich.
Ersten Berichten der Polizei zufolge weckte die Mutter eines ihrer Kinder im Morgengrauen und forderte es auf, mit ihr und seinen jüngeren Geschwistern zu springen. Die Frau und zwei ihrer Kinder starben noch am Unfallort. Das kleine Mädchen, das in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht wurde, verstarb kurz darauf. Die genauen Umstände des Unglücks werden von der Staatsanwaltschaft Toulon untersucht.
Ein Viertel, das bereits von jahrelanger Gewalt gezeichnet ist.
Die Wohnsiedlung Pontcarral, die seit 2019 als vorrangiges Viertel für die republikanische Rückeroberung gilt, trägt die Last einer schwierigen Vergangenheit. Geplagt von Drogenhandel, Vandalismus und Bandenkriegen, war dieses Gebiet mit über tausend Einwohnern bereits Ziel mehrerer großangelegter Polizeieinsätze. In diesem Kontext tiefer sozialer Instabilität ereignete sich diese äußerst brutale Familientragödie.
Die Opferzahlen von heute Morgen sind außerordentlich hoch. Vier Mitglieder derselben Familie kamen innerhalb weniger Minuten ums Leben. Die laufenden Ermittlungen sollen die genauen Umstände der Handlungen der Mutter klären und feststellen, ob sie zuvor medizinische oder soziale Unterstützung erhalten hat. Derzeit wird nach keiner weiteren Person gesucht.
Wenn Sie sich in einer schwierigen Lage befinden, steht Ihnen die nationale Suizidpräventions-Hotline rund um die Uhr unter der Nummer 3114 zur Verfügung.
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