Die Mutter der fünf tot aufgefundenen Säuglinge in einer Wohnung in Orange in der Region Vaucluse wurde am Freitag formell angeklagt mit „Mord an fünf Minderjährigen unter 15 Jahren“Die 32-jährige Frau wurde in Untersuchungshaft genommen. Ihr ebenfalls 32-jähriger Partner wurde nach polizeilicher Verwahrung freigelassen. Die gerichtlichen Ermittlungen betreffen Vorfälle, die sich mutmaßlich zwischen April 2018 und Oktober 2025 ereignet haben. Die Ermittler müssen nun die genauen Umstände des Todes der fünf Kinder klären und feststellen, ob die Neugeborenen zum Zeitpunkt ihrer Geburt lebten.
In der Wohnung wurden vier Skelette und eine verwesende Leiche entdeckt.
Der Fall kam am 27. Juli ans Licht, nachdem in der Wohnung der Familie die sterblichen Überreste von fünf Säuglingen gefunden wurden. Die Polizei entdeckte die Knochen von vier Babys und den verwesenden Körper eines fünften. Die Überreste befanden sich Berichten zufolge in mehreren Kisten, die in der Wohnung gelagert waren. Die Partnerin des Verdächtigen machte den Fund. Sie hatte erst am Sonntag, dem 26. Juli, zu Hause einen gesunden Jungen zur Welt gebracht. Der Mann war mit den beiden anderen Kindern, acht und neun Jahre alt, ausgegangen, damit die Mutter sich nach Bauchschmerzen ausruhen konnte. Bei seiner Rückkehr entdeckte er angeblich das Neugeborene in der Wohnung. Beunruhigt über die Schwangerschaft, von der er nach eigenen Angaben nichts wusste, durchsuchte der Vater die Wohnung. Dabei entdeckte er die menschlichen Überreste und alarmierte das Krankenhaus in Orange. Die Justizbehörden wurden daraufhin benachrichtigt, und noch am selben Abend wurde ein Durchsuchungsbefehl vollstreckt.
Die Mutter behauptet, alle fünf Kinder seien totgeboren gewesen.
Die Mutter, die nach der Entbindung im Krankenhaus lag, wurde am Mittwoch, dem 29. Juli, bei ihrer Entlassung festgenommen. In Avignon wurde sie in Gewahrsam genommen und zu den fünf Schwangerschaften sowie den Umständen, unter denen die Leichen in ihrem Haus aufbewahrt wurden, befragt. Die Frau, die in ihren Dreißigern ist, gab den Ermittlern Berichten zufolge an, dass die fünf Babys… "tot geboren"Diese Darstellung des Geschehens muss mit den Ergebnissen der Autopsien, forensischen Untersuchungen und Knochenanalysen verglichen werden. Insbesondere muss im Rahmen dieser Untersuchungen geklärt werden, ob die Kinder nach der Geburt atmeten und wann genau jeder Todesfall eintrat. Erste forensische Befunde deuten darauf hin, dass mehrere Neugeborene möglicherweise vor dem Atmen starben. Berichten zufolge wurden Nabelschnüre um ihre Hälse gefunden. Diese Befunde sind vorläufig und erlauben zum jetzigen Zeitpunkt keine Feststellung der genauen Todesursache der fünf Kinder.
Der Begleiter wurde zu diesem Zeitpunkt ohne Anklageerhebung freigelassen.
Der Vater der Kinder wurde ebenfalls in Gewahrsam genommen. Er behauptet, von den Schwangerschaften und früheren Geburten seiner Partnerin nichts gewusst zu haben. Seine Inhaftierung wurde am Donnerstagabend, dem 30. Juli, aufgehoben und er wurde freigelassen. Bislang wurde keine Anklage gegen ihn erhoben. Der Mann erklärte, das Aussehen seiner Partnerin habe nichts von ihren Schwangerschaften erkennen lassen. Die Geburt des Jungen am Sonntag sei offenbar eine weitere Überraschung für ihn gewesen. Die Ermittlungen müssen seine Aussagen überprüfen und klären, ob er tatsächlich nichts von den Leichen im Haus der Familie gewusst hat.
Die drei überlebenden Kinder stehen unter dem Schutz der Justiz.
Das Paar hatte bereits zwei Kinder im Alter von acht und neun Jahren. Diese wurden in die Obhut von Verwandten gegeben, und ihre Situation wird umgehend vom Jugendamt geprüft. Das am Sonntag, dem 26. Juli, geborene Baby befindet sich in vorläufiger Obhut. Ein Jugendrichter wurde mit der Betreuung der drei Kinder beauftragt. Die strafrechtlichen Ermittlungen werden unter der Leitung eines Untersuchungsrichters fortgesetzt.