In der Nacht von Sonntag auf Montag ereignete sich vor einer Synagoge in Lüttich, Ostbelgien, eine Explosion. Laut Polizei ereignete sich der Vorfall kurz vor 4:00 Uhr vor dem Gebäude in der Rue Léon Frédéricq. Es wurden keine Verletzten gemeldet, die Explosion verursachte jedoch erhebliche Sachschäden, darunter zersplitterte Fensterscheiben in benachbarten Gebäuden.
Die Strafverfolgungsbehörden errichteten umgehend einen Sicherheitsbereich, um erste Ermittlungen durchzuführen. Bundespolizisten trafen am Tatort ein, und die Bundesstaatsanwaltschaft, die für Fälle im Zusammenhang mit Terrorismus und organisierter Kriminalität zuständig ist, leitete Ermittlungen zur Klärung der Explosionsursache ein.
Der Bürgermeister verurteilt einen antisemitischen Akt
Der Lütticher Bürgermeister Willy Demeyer bezeichnete den Vorfall als „antisemitischen Akt“ und verurteilte die seiner Ansicht nach damit einhergehende Übertragung von Spannungen aus internationalen Konflikten in die Stadt. Die Behörden gehen von Brandstiftung aus, die genauen Umstände sind jedoch noch unklar.
Die 1899 erbaute Synagoge, die Ziel des Anschlags war, beherbergt auch ein Museum zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Lüttichs und zeigt verschiedene religiöse Artefakte. Die Ermittler setzen ihre Untersuchungen fort, um die Täter zu identifizieren und die Motive für den Anschlag zu klären.