In Le Perthus wurde ein Motorradfahrer auf frischer Tat ertappt, der Kokain im Wert von umgerechnet 3,5 Millionen Euro bei sich trug.
In Le Perthus wurde ein Motorradfahrer auf frischer Tat ertappt, der Kokain im Wert von umgerechnet 3,5 Millionen Euro bei sich trug.

Am 11. Mai, am frühen Nachmittag, hielten Zollbeamte an der Mautstelle Perthus in der Region Pyrénées-Orientales einen Mann an, der mit einem Motorrad mit spanischen Kennzeichen in Richtung Frankreich unterwegs war. Der Fahrer gab an, aus Saragossa zu kommen und nach Nizza zu fahren. Er wies sich als Spanier und Halter des Motorrads aus.

Die Vorlage eines serbischen Ausweises veranlasste die Beamten, ihre Ermittlungen zu vertiefen. Die anschließende Durchsuchung des Fahrzeugs brachte das Ausmaß der Ladung ans Licht: Versteckt in den seitlichen Topcases, dem hinteren Topcase und einer sicher am Motorrad befestigten Reisetasche stellten die Zollbeamten zahlreiche Päckchen Kokain mit einem Gesamtgewicht von 71,5 Kilogramm sicher.

Ein beispielloser Halt auf einem Zweirad

Der Straßenverkaufswert der Drogen, der auch der Höhe der verhängten Zollstrafe entspricht, wurde auf über 3,5 Millionen Euro geschätzt. Zollbeamte in Perpignan bezeichneten den Fund als außergewöhnlich und betonten, dass es sich um eine der größten Kokainbeschlagnahmungen handele, die jemals von französischen Zollbehörden auf einem Motorrad durchgeführt wurden – sowohl hinsichtlich der Menge als auch der angewandten Methode.

Der Fahrer wurde in Perpignan vor Gericht gestellt und zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der Fall wurde am 18. Mai vom Wirtschaftsministerium öffentlich gemacht. Er ereignet sich vor dem Hintergrund zunehmenden Drucks auf diese Grenzroute, wo sich die Kokainbeschlagnahmungen im Département Pyrénées-Orientales im Jahr 2025 bereits verdoppelt haben.

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