Am Samstag, dem 4. April, bewiesen die Ariège-Berge erneut ihre raue und unerbittliche Natur. Ein französischer Skifahrer in den Vierzigern kam auf dem Gipfel des Endron ums Leben, als er bei einer Skitour allein von einer Lawine mitgerissen und verschüttet wurde.
Vor Ort stellte sich heraus, dass die Lawine alles andere als eine einfache Schneeschmelze war, wie man sie manchmal im Frühjahr beobachtet. Es handelte sich um eine Lawine der Klasse 4, der höchsten Stufe, die einen ganzen Hang abreißen konnte. „Sie ereignete sich am Gipfel des Endron. Die Lawine riss 600 Meter Schnee mit sich. Die gesamte Nordwestwand stürzte ein“, erklärte Chief Warrant Officer Vincent Caty vom PGHM (High Mountain Gendarmerie Platoon) in Savignac-des-Ormeaux.
Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass der Skifahrer die Lawine selbst ausgelöst hat – ein klassisches und tragisches Szenario beim Skitourengehen, bei dem eine Schneebrettlawine unter dem Gewicht einer einzelnen Person abbricht. In diesen Gebieten, wo die Pisten oft unmarkiert sind, ist die Landschaft atemberaubend, doch Fehler sind unerbittlich, insbesondere nach Neuschnee und Temperaturschwankungen.
600 Meter Lavastrom, ein Eingriff in Gefahr
Gegen 12:10 Uhr wurde Alarm von Zeugen ausgelöst. „Sie befanden sich zwei Kilometer Luftlinie entfernt. Sie sahen, wie der Skifahrer von einer Lawine mitgerissen wurde. Wir entsandten sofort Einsatzkräfte. Der Einsatz war riskant. Wir mussten so kurz wie möglich vor Ort bleiben, da wir Gefahr liefen, von einer weiteren Lawine erfasst zu werden“, erklärte Vincent Caty. Das Opfer wurde mithilfe seines Lawinenverschüttetensuchgeräts etwa 300 Meter unterhalb der Lawinenentnahmestelle gefunden.
Trotz der Bemühungen des Rettungsteams der PGHM, der Anwesenheit des Rettungsdienstes Samu 09 und eines Reanimationsteams überlebte der Mann nicht. Bei einem solchen Unfall zählt jede Minute, und selbst eine schnelle Rettungsaktion kann durch Unvermeidliches scheitern: Festgefahrener Schnee, die Kälte und die Tatsache, unter dem Schnee begraben zu sein, lassen kaum Spielraum für Fehler.
Am Sonntag, dem 5. April, senkte Météo-France die Lawinengefahr auf Stufe 2, doch die Entspannung bleibt fragil. Milde Temperaturen könnten spontane Lawinen auslösen, und die Bergrettung befürchtet eine lange Lawinensaison. „Letzte Woche hat es viel geschneit. Die Schneedecke stabilisiert sich. Wir befürchten jedoch, dass die schwierigen Bedingungen bis Mai oder Juni anhalten werden. Daher ist es unerlässlich, die Ausrüstung für den Zugang zu den Bergen bis weit in die Saison hinein dabei zu haben“, warnt Vincent Caty eindringlich.
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