Am siebten Tag der Suche nach der elfjährigen Lyhanna wurde am Donnerstag in der Region Gers, nahe dem Ort ihres Verschwindens, eine Leiche gefunden. Bislang gibt es keine Beweise dafür, dass es sich um das Mädchen handelt. Nun werden Untersuchungen durchgeführt, um ihre Identität festzustellen.
Am siebten Tag der Suche wurde eine Leiche entdeckt.
Am Donnerstagnachmittag wurde in der Region Gers, nahe Fleurance, wo Lyhanna verschwunden war, eine Leiche gefunden. Die Suche nach dem Mädchen dauert nun schon sieben Tage an. Bislang wurden keine genauen Angaben zum Zustand der Leiche, zum Todesdatum oder zu den Umständen des Fundes veröffentlicht. Weitere Untersuchungen sollen die Identität der Verstorbenen formell bestätigen.
Lyhanna wurde seit dem 29. Mai nicht mehr gesehen.
Die elfjährige Lyhanna verschwand am Freitag, dem 29. Mai, nachdem sie die Hubert-Reeves-Mittelschule in Fleurance verlassen hatte. Sie wurde zuletzt gegen 15 Uhr in der Nähe der Schule im Auto eines 41-jährigen Mannes gesehen. Ihre Familie meldete sie einige Stunden später als vermisst. Die Möglichkeit eines freiwilligen Verschwindens wurde schnell ausgeschlossen. Das Mädchen war noch nie zuvor weggelaufen, und die Ermittler hatten keine Anhaltspunkte für diese Theorie.
Ein 41-jähriger Mann wurde angeklagt und in Untersuchungshaft genommen.
Der Mann, der mit Lyhanna gesehen wurde, ist der Vater einer Freundin des Mädchens. Er kannte das Mädchen und ihre Familie. Er wurde am Tag nach ihrem Verschwinden festgenommen und am Montag, dem 1. Juni, formell wegen Entführung und Freiheitsberaubung einer Minderjährigen unter 15 Jahren angeklagt. Er wurde in Untersuchungshaft genommen. Während seiner Haft behauptete er, Lyhanna in der Nähe des Schwimmbads in Fleurance abgesetzt zu haben. Diese Aussage wurde als vage und widersprüchlich eingestuft. Vor dem Untersuchungsrichter vernommen, verweigerte er die Aussage. Es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.
Umfangreiche Suchaktionen rund um Fleurance
Am Donnerstag waren noch immer rund 170 Gendarmen in Fleurance und den umliegenden Ortschaften im Einsatz. Die Suche konzentrierte sich auf Wälder, landwirtschaftliche Flächen, Gewässer und ein Gebiet, das sich über mehrere hundert Quadratkilometer erstrecken könnte. Taucher, berittene Polizisten, Hundestaffeln und mobile Gendarmen beteiligten sich an den Operationen. Zwischen der Mittelschule in Lyhanna und dem Freizeitzentrum in Fleurance wurde außerdem eine neue Haus-zu-Haus-Befragung durchgeführt, um mögliche Zeugenaussagen zu sammeln.