Ein antiker religiöser Gegenstand verschwand am Samstag aus der Kirche Saint-Vincent-de-Paul im 10. Arrondissement von Paris. Der Verlust wurde am Abend vom Leiter der Kirche entdeckt, der umgehend Anzeige bei den Behörden erstattete.
Bei dem gestohlenen Gegenstand handelt es sich um ein Stofffragment aus der Tunika des heiligen Vinzenz von Paul, eines katholischen Priesters aus dem 17. Jahrhundert, der 1737 heiliggesprochen wurde. Das Objekt wurde der Öffentlichkeit in einer Glasvitrine auf einem Ständer im Inneren des Gebäudes ausgestellt.
Eine von der Kriminalpolizei eingeleitete Untersuchung
Bislang gibt es weder Verdächtige noch konkrete Hinweise, die zur Identifizierung des Täters des Raubüberfalls führen könnten. Die Ermittlungen wurden der Abteilung für Organisierte Kriminalität der Pariser Kriminalpolizei übertragen.
Die Gemeinde drückte nach dieser Tat ihre tiefe Trauer aus. Während der Sonntagsmesse sprach der Priester von „großer Trauer“ und erinnerte an die symbolische Bedeutung dieser Reliquie, die mit einer religiösen Persönlichkeit verbunden ist, die für ihr Engagement für die Ärmsten der Gesellschaft bekannt war.
Trotz des Vorfalls soll die Kirche voraussichtlich weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben. Die Verantwortlichen erklären, dass sie den Zugang zum Gotteshaus nicht einschränken wollen, solange die Ermittlungen und die Überprüfungen in den Archiven zur genauen Bestimmung der Reliquie noch nicht abgeschlossen sind.