Der britische Premierminister Keir Starmer steht nach neuen Enthüllungen über Verbindungen zwischen dem ehemaligen Botschafter Peter Mandelson und dem Finanzier Jeffrey Epstein unter zunehmendem politischen Druck. Mehrere Oppositionsparteien forderten am Donnerstag seinen Rücktritt und verurteilten die Affäre als Gefährdung der nationalen Sicherheit.
Nach Angaben von The GuardianPeter Mandelson wird voraussichtlich im Januar 2025 die Sicherheitsfreigabe erhalten, obwohl seine Hintergrundprüfung negativ ausgefallen ist. Ein Sprecher von Downing Street bestätigte, dass „hochrangige Beamte“ des Außenministeriums beschlossen hätten, diese Empfehlung zu ignorieren, und betonte gleichzeitig, dass Keir Starmer und seine Regierung erst diese Woche über die Entscheidung informiert worden seien.
Diese Affäre facht die Kritik am Premierminister erneut an, die durch seine Entscheidung, Mandelson einen hochrangigen diplomatischen Posten zu geben, bereits geschwächt war. Der ehemalige Botschafter, der im September 2025 entlassen wurde, wird von Starmer selbst beschuldigt, über das Ausmaß seiner Beziehung zu Jeffrey Epstein, der 2019 im Gefängnis starb, „wiederholt gelogen“ zu haben.
Die politischen Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Die Vorsitzende der Konservativen, Kemi Badenoch, warf Keir Starmer vor, die nationale Sicherheit verraten zu haben, und forderte seinen Rücktritt. Auch der Vorsitzende der Liberaldemokraten, Ed Davey, erklärte, der Premierminister müsse zurücktreten, sollte sich herausstellen, dass er das Parlament irregeführt habe.
Die britische Regierung hat zugesagt, alle Dokumente im Zusammenhang mit dieser Ernennung zu veröffentlichen. Ein erster Satz von Dokumenten, der im März veröffentlicht wurde, enthüllte, dass Keir Starmer vor seiner Ernennung vor dem „Reputationsrisiko“ im Zusammenhang mit der Beziehung zwischen Mandelson und Epstein gewarnt worden war. Darüber hinaus leitete die Polizei im Februar Ermittlungen ein und führte Durchsuchungen durch, nachdem neue Enthüllungen aus US-Gerichtsakten nahelegten, dass Mandelson während seiner Amtszeit als Minister zwischen 2008 und 2010 möglicherweise sensible Informationen an den Finanzier weitergegeben hatte.
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