Die spanische Regierung hat am Dienstag einen umfassenden Plan zur Legalisierung von Einwanderern ohne gültige Papiere vorgestellt, von dem potenziell fast 500.000 Menschen betroffen sein könnten. Diese von Ministerpräsident Pedro Sánchez angekündigte Maßnahme soll per Dekret umgesetzt werden und steht im Gegensatz zu den restriktiveren Einwanderungsrichtlinien anderer europäischer Länder.
Der Plan sieht vor, dass Online-Anträge ab Donnerstag und anschließend ab dem 20. April persönliche Anträge entgegengenommen werden. Der Prozess soll bis Ende Juni abgeschlossen sein. Er richtet sich insbesondere an Personen, die bereits im Land leben und arbeiten, vor allem an solche aus Lateinamerika.
Eine Antwort auf die demografische Alterung
Pedro Sánchez stellt diese Initiative als wirtschaftliche und demografische Antwort auf die alternde Bevölkerung dar. Er betont, dass diese Arbeitnehmer bereits einen Beitrag zum Leben des Landes leisten und dass die Regularisierung ihres Status das Wachstum einer der dynamischsten Volkswirtschaften der Eurozone fördern sollte.
Die Maßnahme, die von einer breiten Bürgerbewegung unterstützt wurde, stieß dennoch auf Widerstand von rechts und rechtsextrem. Die Regierung entschied sich für eine Umsetzung per Verordnung und umging damit das Parlament, in dem sie keine Mehrheit hat.
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