In der Stadt Durrës wurde am Donnerstag ein Mann tot aufgefunden, nachdem schwere Unwetter Albanien seit mehreren Tagen heimgesucht hatten. Rettungskräfte setzen die Evakuierungen in mehreren Regionen des Landes fort, das von heftigen Regenfällen mit großflächigen Überschwemmungen betroffen ist.
Nach Angaben der albanischen Behörden handelt es sich bei dem Opfer um ein Gemeindeangestellter Eine 55-jährige Frau, die seit Dienstag vermisst wurde, ist in einem Entwässerungskanal gefunden worden. Man geht davon aus, dass sie von den Fluten mitgerissen wurde. Im Südwesten des Landes, insbesondere in der Gegend um die Städte Fier und Vlora, evakuierten Rettungskräfte mit Booten Anwohner, die in ihren Häusern eingeschlossen waren, nachdem der Fluss Vjosa rapide angestiegen und auf über neun Meter angestiegen war.
Die Rettungskräfte arbeiteten rund um die Uhr, um Wasser aus etwa 800 Häusern und Gebäuden abzupumpen. Knapp 300 Menschen wurden bereits vorübergehend in Militär- und Polizeieinrichtungen untergebracht, während die Behörden versuchen, Sachschäden und gesundheitliche Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.
Das Unwetter beschränkt sich nicht auf Albanien. Im gesamten Westbalkan beeinträchtigen Regen, Schnee und Kälte den Verkehr sowie die Strom- und Trinkwasserversorgung. Im Kosovo ging der Regen nach mehrtägigen Überschwemmungen am Donnerstag in Schnee über, während es auch in Bosnien und Herzegowina stark schneit.
In Sarajevo berichteten Anwohner von erheblichen Verkehrsbehinderungen aufgrund ungeräumter Straßen, insbesondere für Fußgänger. Die örtlichen Behörden mahnten angesichts der ihrer Ansicht nach gefährlichen Wetterbedingungen zur Vorsicht.
Weiter nördlich, in Kroatien, wurden am Donnerstagmorgen in Zagreb -14 Grad Celsius gemessen. Meteorologen sagen für Sonntag einen weiteren Kälteeinbruch mit noch tieferen Temperaturen voraus, was die Sorgen in der bereits stark vom Winterwetter betroffenen Region verstärkt.