Tragödie in Crans-Montana: Kontroverse nach durchgesickerten Notrufen, rechtliche Schritte eingeleitet
Tragödie in Crans-Montana: Kontroverse nach durchgesickerten Notrufen, rechtliche Schritte eingeleitet

Die Rettungsdienste des Kantons Wallis haben Klage eingereicht, nachdem Notrufaufzeichnungen aus der Nacht des verheerenden Brandes in Crans-Montana unautorisiert veröffentlicht wurden. Diese neue Kontroverse ereignet sich, während die Ermittlungen zu der Tragödie, die am Silvesterabend 41 Menschenleben forderte, noch andauern.

Die Kantonale Rettungsorganisation Wallis (OCVS) hat bestätigt, dass sie Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Verletzung der Berufsgeheimnisse, der Amtsgeheimnisse und des Datenschutzes erstattet hat. Die von einem Schweizer Medienunternehmen veröffentlichten Aufnahmen enthalten Telefonate aus der Brandnacht, von denen einige nicht mit dem Brand in Zusammenhang stehen.

Berichten zufolge wurden diese Audiodateien ohne vorherige Prüfung der Gerichtsakte hinzugefügt und anschließend an Anwälte weitergeleitet, bevor sie in verschiedenen Medien, auch im Ausland, veröffentlicht wurden. Das OCVS (Büro des Beauftragten für Soziales) bedauert insbesondere die Veröffentlichung von Gesprächen, die nicht mit der Tragödie in Zusammenhang stehen, und gibt Anlass zu Bedenken hinsichtlich des Umgangs mit sensiblen Daten.

Die Organisation erklärt, sie kooperiere uneingeschränkt mit der Staatsanwaltschaft Wallis, die nun mit den Ermittlungen zu diesen Leaks beauftragt ist. Aufgrund des laufenden Verfahrens will sie sich jedoch nicht weiter äußern.

Dieser Fall ereignet sich kurz vor der Wiederaufnahme der Hauptverhandlungen. Die Anhörung von Jacques Moretti, Mitinhaber der abgebrannten Bar und Hauptverdächtiger, wurde verschoben, nachdem seine Verteidigung ärztliche Atteste eingereicht hatte.

Die Ermittlungen sollen die Verantwortlichen für diesen tragischen Brand, insbesondere im Hinblick auf die Einhaltung von Sicherheitsstandards, klären. Mehrere lokale Beamte wurden bereits beschuldigt, und die Gemeinde hat eingeräumt, dass in der Anlage jahrelang keine Brandschutzinspektionen durchgeführt wurden.

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