Russische Luftangriffe tauchen Teile der südöstlichen Ukraine in Dunkelheit (AP)
Russische Luftangriffe tauchen Teile der südöstlichen Ukraine in Dunkelheit (AP)

Russische Luftangriffe am Mittwochabend verursachten flächendeckende Stromausfälle in der Südostukraine und legten die Regionen fast vollständig lahm. Dnipropetrovsk und SaporischschjaNach Angaben des ukrainischen Energieministeriums mussten wichtige Infrastrukturen, darunter Krankenhäuser, auf Notstromversorgung umgeschaltet werden.

Einsatzkräfte arbeiteten die ganze Nacht hindurch, um die durch die Angriffe ebenfalls unterbrochene Strom-, Wasser- und Heizungsversorgung wiederherzustellen. In Dnipropetrowsk dauern die Reparaturarbeiten intensiv an, erklärte der stellvertretende Ministerpräsident. Oleksiy Kulebaunter Hervorhebung der Sicherheitsbeschränkungen, denen die eingesetzten Teams ausgesetzt sind.

In der Region Saporischschja greifen die Behörden auf alternative Energiequellen zurück, um die Wasserversorgung sicherzustellen. Laut dem Regionalgouverneur haben die Stromausfälle auch die Flugsicherungssysteme beeinträchtigt, wodurch einige Sirenen nicht mehr hörbar sind. Iwan Fjodorow.

Die Angriffe auf das ukrainische Stromnetz haben sich in den letzten Monaten mit dem Einbruch der Wintertemperaturen verstärkt. Der Premierminister Julia Svyrydenko warnte davor, dass die vorhergesagten Schneefälle und die nächtlichen Temperaturen, die unter -20°C sinken könnten, die Störungen noch verschlimmern und die ohnehin schon geschwächte Infrastruktur zusätzlich belasten würden.

Auch der öffentliche Nahverkehr war betroffen. In Dnipro wurde die Metro vorübergehend stillgelegt und die Schulferien um zwei Tage verlängert. Die ukrainischen Eisenbahnen berichteten, dass Züge und Signalanlagen mit Notstromaggregaten betrieben wurden und die Bahnhöfe über Generatoren mit Strom versorgt wurden.

In Krywyj Rih, der Heimatstadt des Präsidenten Volodymyr Zelenskiyder Chef der Militärverwaltung Oleksandr Vilkul Er schilderte eine besonders schwierige Situation in mehreren Bezirken und rief die Bewohner dazu auf, Generatoren sparsam einzusetzen.

Die lokalen Behörden konnten nicht angeben, wann eine vollständige Wiederherstellung der Stromversorgung erfolgen würde, da die Ukraine mitten im Winter weiterhin mit wiederholten Angriffen auf ihre Energieinfrastruktur konfrontiert ist.