Am Donnerstagabend wurden zwei Drohnen über dem Militärgelände Mechernich in Westdeutschland gesichtet. Die Sicherheitszentrale des Bundeswehrstützpunkts alarmierte umgehend die Polizei, die zum Einsatzort fuhr und Ermittlungen aufnahm.
Laut mehreren deutschen Medienberichten beobachteten Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen insgesamt sechs Überflüge. Die Militärbehörden haben keine weiteren Angaben zur Herkunft der Flugzeuge oder zum Zweck dieser Vorfälle gemacht.
Ein Depot, in dem Komponenten des Patriot-Systems untergebracht sind.
Das Gelände in Mechernich umfasst ein unterirdisches Depot von fast 30.000 Quadratmetern, das sich 130 Meter unter der Erde befindet. Dort werden Ausrüstung, Ersatzteile und bestimmte Komponenten des amerikanischen Patriot-Luftverteidigungssystems gelagert.
Dieser Vorfall ereignete sich zwei Tage nach dem Fund einer Drohne mit einem Sprengsatz an Bord am Flughafen Leipzig, einem wichtigen Umschlagplatz für militärische Ausrüstung. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach von einem möglichen „Hybridangriff“, ohne jedoch die Verantwortlichen zu nennen. Am Freitag fand eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates statt.
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