USA stellen Typhoon-Raketensystem in Japan vor, Peking und Moskau verurteilen Eskalation @AP
USA stellen Typhoon-Raketensystem in Japan vor, Peking und Moskau verurteilen Eskalation @AP

Die USA haben am Montag im Rahmen der jährlichen Militärübung in Japan erstmals ihr Mittelstreckenraketensystem Typhoon vorgeführt. Entschlossener Drache Darin sind 20 amerikanische und japanische Soldaten vereint. Dieser Einsatz verdeutlicht den wachsenden Wunsch Washingtons und Tokios, ihr Arsenal angesichts der regionalen Spannungen zu verstärken, auch auf die Gefahr hin, den Zorn Chinas und Russlands zu schüren.

Die bodengestützte Trägerrakete ist auf dem Luftwaffenstützpunkt Iwakuni stationiert und kann Tomahawk-Marschflugkörper mit einer Reichweite abfeuern, die die Ostküste Chinas oder Teile Russlands erreichen kann. „Seine schnelle Einsatzbereitschaft ermöglicht es uns, ihn bei Bedarf rasch zu positionieren“, erklärte Oberst Wade Germann, Kommandeur der Typhoon-Einheit. Er präzisierte, dass das System Japan am Ende der Übung verlassen werde, ohne sein nächstes Ziel anzugeben.

Das Auftauchen des Taifuns auf dem Archipel ist Teil einer umfassenderen US-Strategie zur Stärkung seiner militärischen Präsenz im Indopazifik-Raum nach einer umstrittenen ersten Stationierung auf den Philippinen im April 2024. Peking und Moskau warfen Washington vor, ein Wettrüsten anzuheizen und das strategische Gleichgewicht in der Region zu destabilisieren.

Analysten warnen, dass Japans Machtdemonstration zu einer noch heftigeren Reaktion Chinas führen könnte, das derartige Systeme als direkte Bedrohung seiner Sicherheit betrachtet. Japan seinerseits baut seine militärische Zusammenarbeit mit den USA angesichts wachsender Rivalitäten im Ost- und Südchinesischen Meer weiter aus.

Tokio begründet die Stärkung seiner Verteidigungskapazitäten mit der Notwendigkeit, sich auf mögliche Krisenszenarien mit seinen Nachbarn, insbesondere Nordkorea und China, vorzubereiten. Doch die Präsenz des Taifuns, selbst wenn sie nur vorübergehend ist, unterstreicht, wie sehr Ostasien zu einem der Zentren des globalen militärischen Wettbewerbs geworden ist.