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VIDEO – Artemis II: Die vier Astronauten sind zu einer historischen Reise um den Mond aufgebrochen

Gestern Abend startete die NASA erfolgreich die Artemis-II-Mission vom Kennedy Space Center in Florida. An Bord des Orion-Raumschiffs, das von einer Trägerrakete des Space Launch System (SLS) angetrieben wurde, befanden sich Kommandant Reid Wiseman, Pilot Victor Glover sowie die Missionsspezialisten Christina Koch und der Astronaut der kanadischen Raumfahrtbehörde CSA, Jeremy Hansen.

Diese rund zehntägige Mission führt die Besatzung um den Mond, bevor sie im Pazifik zur Erde zurückkehrt. Mit Artemis II führt die NASA den ersten bemannten Flug des Artemis-Programms durch und markiert die Rückkehr von Astronauten zum Mond – mehr als ein halbes Jahrhundert nach den letzten Apollo-Missionen.

Ein Start mit starker symbolischer Bedeutung

Der Start von Artemis II markiert einen neuen Meilenstein in der Geschichte der Weltraumforschung. Über den technischen Erfolg hinaus symbolisiert die Mission das Engagement der Vereinigten Staaten und ihrer internationalen Partner für die Wiederaufnahme der bemannten Tiefenforschung im Weltraum.

Dieser Flug beinhaltet keine Mondlandung, dient aber als entscheidende Generalprobe für die nächsten Programmphasen. Das Ziel ist klar: zu demonstrieren, dass eine Crew über die erdnahe Umlaufbahn hinausfliegen, sicher im Weltraum operieren und anschließend in optimalem Zustand zur Erde zurückkehren kann.

Orion und SLS im Zentrum des Systems

Das Orion-Raumschiff spielt bei dieser Mission eine zentrale Rolle. Es wurde entwickelt, um Astronauten zum Mond und später zu noch weiter entfernten Zielen zu transportieren und muss seine Zuverlässigkeit unter realen bemannten Flugbedingungen unter Beweis stellen. Die Kapsel ist mit dem Europäischen Servicemodul (ESM) gekoppelt, das für Antrieb, Energieversorgung und verschiedene für die Besatzung lebenswichtige Funktionen zuständig ist.

Die Trägerrakete Space Launch System (SLS), die leistungsstärkste, die die NASA je für bemannte Missionen entwickelt hat, spielt bei dieser Demonstration eine entscheidende Rolle. Ihr erfolgreicher Start bestätigt die Fähigkeit des Artemis-Programms, groß angelegte Erkundungsmissionen durchzuführen.

Eine historische Mannschaft

Die Besatzung von Artemis II markiert ein neues Kapitel in der Raumfahrtgeschichte. Christina Koch ist die erste Frau, die für eine Mondmission ausgewählt wurde, Victor Glover der erste schwarze Astronaut, der an einem solchen Flug teilnimmt, und Jeremy Hansen der erste Kanadier, der an einer bemannten Mission um den Mond teilnimmt.

Diese Komposition spiegelt die Entwicklung der modernen Weltraumforschung wider: internationaler, offener und repräsentativer. Sie unterstreicht zudem die wachsende Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Raumfahrtagenturen in den Großprojekten des 21. Jahrhunderts.

Eine Validierungsmission vor den nächsten Mondflügen

Artemis II dient in erster Linie als umfassender Test. Die Mission ist darauf ausgelegt, die ordnungsgemäße Funktion aller Bordsysteme zu überprüfen, einschließlich Navigation, Kommunikation, Lebenserhaltungssysteme und Sicherheitsverfahren für den Weltraum.

Während des Fluges werden die Astronauten mehrere technische Tests durchführen, um die Leistungsfähigkeit des Orion-Raumschiffs in einer deutlich anspruchsvolleren Umgebung als der Erdumlaufbahn zu bewerten. Diese Daten sind unerlässlich für die Vorbereitung zukünftiger bemannter Missionen des Artemis-Programms, insbesondere jener, die die Rückkehr von Menschen zur Mondoberfläche zum Ziel haben.

Eine Reise um den Mond, bevor es zurück zur Erde geht

Nach dem Start muss Orion mehrere Tage fliegen, um die Nähe des Mondes zu erreichen. Das Raumschiff wird einer Flugbahn folgen, die es ihm ermöglicht, unseren natürlichen Satelliten zu passieren, bevor es die Rückreise zur Erde antritt.

Diese Mondumrundung stellt einen wichtigen technischen und operativen Meilenstein dar. Sie ermöglicht die Erprobung der Fähigkeiten des Raumschiffs unter Bedingungen hinsichtlich Entfernung, Autonomie und Kommunikation, die für eine bemannte Mission seit Jahrzehnten beispiellos sind. Die Rückkehr endet mit einer Wasserung im Pazifik, wo Bergungsteams die Kontrolle übernehmen.

Ein entscheidender Schritt für die Zukunft der Weltraumforschung

Über ihr unmittelbares Ziel hinaus ist Artemis II Teil einer viel umfassenderen Strategie. Die Mission bereitet zukünftige Mondexpeditionen vor und trägt zum Ziel bei, eine menschliche Präsenz jenseits der Erdumlaufbahn zu etablieren.