Die Aussicht auf die Wiederinbetriebnahme mehrerer Ölquellen in Ostfrankreich hat die Debatte über die Kohlenwasserstoffgewinnung im Land neu entfacht. In der Region Grand Est prüft das Unternehmen SPPE die Wiederaufnahme des Betriebs an zwei Ölquellen in den Départements Marne und Aube; die Inbetriebnahme ist für 2027 geplant.
Das Projekt betrifft die Konzession Saint-Just-Sauvage mit einer Fläche von ca. 105,7 km². Schätzungen zufolge könnte das Gebiet rund 546.000 Barrel Öl bzw. fast 74.000 Tonnen Rohöl fördern. Vor einer endgültigen Entscheidung muss das Projekt noch von der Umweltbehörde geprüft werden.
Der Betrieb ist noch bis 2040 genehmigt.
Das französische Kohlenwasserstoffgesetz von 2017 verbietet die Vergabe neuer Explorationsgenehmigungen, erlaubt aber den Weiterbetrieb bestehender Konzessionen bis zu deren Ablauf. Die Öl- und Gasförderung im Land muss jedoch spätestens bis 2040 eingestellt werden.
Selbst wenn einige Förderanlagen wieder in Betrieb genommen werden könnten, bleibt die französische Ölproduktion sehr gering. Sie deckt nur etwa 1 % des nationalen Verbrauchs ab, was bedeutet, dass Frankreich weiterhin weitgehend auf Importe angewiesen ist, um seinen Energiebedarf zu decken.