Martinique verbrauchte laut den aktuellsten verfügbaren Daten im Jahr 2023 19,4 Tonnen Glyphosat. Dieser Wert spiegelt einen rückläufigen Trend der letzten zwei Jahre wider: Die Insel verbrauchte 2022 20 Tonnen und 2021 25 Tonnen. Das Herbizid, dessen Verwendung aufgrund seiner Einstufung als wahrscheinlich krebserregend durch die Weltgesundheitsorganisation regelmäßig diskutiert wird, wird trotz der gesundheitlichen Kontroversen weiterhin in der lokalen Landwirtschaft eingesetzt.
Dieser allmähliche Rückgang verschleiert nicht die Realität vor Ort. Martinique zählt neben zwei weiteren französischen Überseegebieten und Regionen weiterhin zu den am stärksten von diesem chemischen Einsatz betroffenen Gebieten. Die gemessenen Mengen belegen eine strukturelle Abhängigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe von diesem Herbizid, das insbesondere in Zuckerrohr- und Bananenplantagen verwendet wird.
Eine anhaltende Abhängigkeit von der Landwirtschaft
Lokale Akteure versuchen, die Zukunft dieser Praktiken vorherzusehen. Im März 2024 veröffentlichte CIRAD eine Zukunftsstudie zu möglichen Szenarien für den Ausstieg aus Glyphosat in der Landwirtschaft Martiniques und untersuchte dabei technische und wirtschaftliche Alternativen für die Erzeuger. Die Zahlen von 2023 zeigen, dass es noch ein langer Weg ist, bis dieser umstrittene Wirkstoff vollständig abgeschafft ist.
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