Das Gesetz zur Eindämmung der ultraschnellen Mode wurde am Montag endgültig verabschiedet. Es beinhaltet Geldstrafen und ein Werbeverbot.

Das Parlament verabschiedet das Anti-Fast-Fashion-Gesetz mit einer Strafe von bis zu 20 Euro.
Das Parlament verabschiedet das Anti-Fast-Fashion-Gesetz mit einer Strafe von bis zu 20 Euro.

Das Parlament hat am Montag das Gesetz gegen ultraschnelle Mode endgültig verabschiedet. Dieses Gesetz, das zwei Jahre nach seiner ersten Verabschiedung erneut debattiert wurde, zielt direkt auf Online-Verkaufsplattformen ab, die massenhaft Billigkollektionen anbieten. Abgeordnete und Senatoren einigten sich in einem gemeinsamen Ausschuss auf verbindliche Maßnahmen, die insbesondere asiatische Giganten wie Shein ins Visier nehmen. Das erklärte Ziel bleibt, das Wachstum dieses als umweltschädlich geltenden Wirtschaftsmodells einzudämmen.

Strafen und Werbeverbote stehen auf der Tagesordnung.

Das Gesetz sieht die Einführung einer Umweltstrafe von bis zu 20 Euro pro verkauftem Artikel vor, je nach Fassung. Die betroffenen Händler müssen zudem Hinweise zu verantwortungsvollem Konsum anbringen. Das vollständige Werbeverbot für diese Plattformen ist die radikalste Maßnahme des Gesetzes. Eine spezielle Kennzeichnung ermöglicht es Verbrauchern, Produkte dieses Sektors zu erkennen. Diese Bestimmungen zielen vor allem auf asiatische Plattformen ab, während europäische Händler von den Maßnahmen scheinbar relativ unberührt bleiben.

Die Verabschiedung dieses Gesetzes ist ein Novum in Europa hinsichtlich der Regulierung dieses rasant wachsenden Sektors. Befürworter sehen darin ein starkes Signal an eine Branche, die der Überproduktion und massiven Umweltverschmutzung beschuldigt wird. Es bleibt abzuwarten, wie wirksam diese Beschränkungen gegenüber den Online-Handelsriesen sein werden, deren Verkaufsvolumen täglich Millionen von Artikeln erreicht.

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