Die Nationalversammlung hat am Donnerstag einen Gesetzentwurf abgelehnt, der das Verbot der Kohlenwasserstoffexploration und -förderung in den französischen Überseegebieten aufheben sollte. Der unter der Referenznummer DLR5L17N53304 registrierte Gesetzentwurf zielte darauf ab, die Öl- und Gasexploration in diesen Gebieten zu genehmigen, obwohl seit 2017 ein landesweites Verbot besteht. Diese parlamentarische Initiative wurde inmitten von Spannungen um die Energieversorgung eingebracht, stieß aber auf breiten Widerstand.
Senatsänderungsanträge, die keine Chance hatten
Der Senat hatte diesen Vorschlag bereits zuvor geprüft und im Ausschuss mehrere Änderungen vorgenommen. In den Parlamentsdebatten wurde die wirtschaftliche Bedeutung für die Überseegebiete hervorgehoben, die häufig von Importen fossiler Brennstoffe abhängig sind. Einige gewählte Vertreter vor Ort hofften, dass die Erschließung von Kohlenwasserstoffvorkommen ihre Energieunabhängigkeit stärken und Arbeitsplätze in Gebieten mit hoher Arbeitslosigkeit schaffen könnte.
Umweltgruppen mit der Ablehnung zufrieden
Die Ablehnung des Vorschlags wurde von mehreren Umweltorganisationen begrüßt, darunter Friends of the Earth France, BLOOM, Greenpeace und Mayotte Nature Environnement, die dem Climate Action Network angehören. Diese Organisationen hatten sich wiederholt gegen den Vorschlag ausgesprochen und ihn als große Gefahr für die marine und terrestrische Biodiversität der betroffenen Gebiete angesehen. Sie bekräftigten, dass Frankreich sich zur Einhaltung des Pariser Klimaabkommens verpflichtet hat, welches ihrer Ansicht nach mit der Erschließung neuer fossiler Brennstoffressourcen unvereinbar ist.
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