Die Bretagne unternimmt einen Schritt zur Dekarbonisierung ihrer Züge. Der bekannte „Tire-bouchon“ (Korkenzieher), der saisonale Zug, der Auray im Sommer mit Quiberon verbindet, wird als erste bretonische Strecke mit B100, einem aus Raps gewonnenen Biokraftstoff, betrieben. Dieser kleine Touristenzug dient als Testfeld für die schrittweise Umstellung des gesamten regionalen Schienennetzes.
Eine schrittweise Einführung bis 2027
Der Zeitplan sieht eine schrittweise Umstellung vor. Nach der Strecke Tire-Bouchon werden weitere Nebenstrecken umgerüstet, bevor der Bahnhof Rennes, der wichtigste Eisenbahnknotenpunkt der Bretagne, im Jahr 2027 auf Biokraftstoff umgestellt wird. Diese Umstellung betrifft ausschließlich die thermischen TER-Züge, die aufgrund der noch nicht vollständigen Elektrifizierung des Netzes weiterhin mit Diesel betrieben werden.
B100 bietet den Vorteil einer deutlichen Reduzierung der CO₂-Emissionen und lässt sich ohne größere Umbauten an bestehende Motoren anpassen. Die Bretagne reiht sich damit in die Liste anderer französischer Regionen ein, die diesen alternativen Kraftstoff auf ihren nicht elektrifizierten Strecken testen oder einsetzen. Der Umstieg auf Biokraftstoff erweist sich als Übergangslösung bis zur vollständigen Elektrifizierung des regionalen Schienennetzes.
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