Die Pariser Staatsanwältin Laure Beccuau gab am Sonntag im Radiosender RTL das Ausmaß der laufenden Ermittlungen zu Gewalttaten in Pariser Nachmittagsprogrammen bekannt. Die Ermittlungen erstrecken sich auf über hundert Einrichtungen: 84 Kindergärten, rund zwanzig Grundschulen und etwa zehn Kindertagesstätten. Eine Leiterin einer solchen Einrichtung wurde in Untersuchungshaft genommen. Die Staatsanwältin bezeichnete den Fall als absoluten Notfall für die Staatsanwaltschaft.
78 Beamte wurden seit Januar suspendiert
Seit Anfang 2026 hat die Stadt Paris 78 Mitarbeiter von Schulen suspendiert, 31 davon wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch. Der neue Bürgermeister Emmanuel Grégoire bezeichnet diese Probleme als systembedingt. Die Vorfälle ereigneten sich in verschiedenen Zeiträumen und betreffen Gewalttaten gegen Kinder im Rahmen von außerschulischen Aktivitäten.
Das Ausmaß des Skandals offenbart gravierende Mängel in der Aufsicht über das Personal, das in Paris mit kleinen Kindern arbeitet. Die Justizbehörden führen zahlreiche Anhörungen und Durchsuchungen durch, um den vollen Umfang der Vorwürfe zu ermitteln. Pariser Familien warten nun auf konkrete Antworten zu den in den betroffenen Einrichtungen getroffenen Schutzmaßnahmen.
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