Donald Trump erwägt angeblich, FIFA-Präsident Gianni Infantino als UN-Generalsekretär vorzuschlagen. Dieser Vorschlag, der von einem engen Vertrauten des US-Präsidenten unterstützt wird, stößt jedoch auf erhebliche institutionelle Hürden.
Die New York Post berichtete exklusiv: Donald Trump erwägt, Gianni Infantino zum UN-Generalsekretär zu ernennen. Hinter dieser Initiative steht Paolo Zampolli, ein enger Vertrauter des US-Präsidenten, der die Rollen an der Spitze der FIFA und der UN-Organisation für „sehr ähnlich“ hält.
Zampolli bringt ein symbolisch starkes Argument vor: Der internationale Fußballverband hat mehr Mitglieder als die UN selbst. Dieser Vergleich schmeichelt dem Sportverband, sagt aber nichts über den grundverschiedenen Charakter der beiden Organisationen aus.
Trumps strategisches Interesse bestünde darin, einen vertrauten Verbündeten an die Spitze einer multilateralen Institution zu setzen, die Washington oft mit Misstrauen betrachtet. Die Platzierung eines engen Mitarbeiters im Büro des Generalsekretärs würde ihm theoretisch ermöglichen, mehr Einfluss von innen heraus auszuüben.
Doch der Nominierungsprozess gestaltet die Angelegenheit besonders schwierig. Der UN-Generalsekretär wird von der Generalversammlung auf Empfehlung des Sicherheitsrats ernannt, dessen fünf ständige Mitglieder jeweils ein Vetorecht besitzen. Insbesondere China und Russland haben keinen Grund, einen von Washington aufgezwungenen Kandidaten zu unterstützen.
Das Mandat von António Guterres, der seit 2017 im Amt ist und 2021 verlängert wurde, läuft bis Dezember 2026. Die Frage einer möglichen Kandidatur Infantinos würde sich daher erst mit Annäherung an diesen Stichtag stellen, in einem diplomatischen Kontext, in dem die Vereinigten Staaten nicht über genügend Einfluss verfügen, um ihre Wahl allein zu diktieren.
Gemeinschaft
Bemerkungen
Schreiben Sie eine Rezension
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.