Der Sturm Herminia verursacht schwere Störungen im Schienennetz und führt zu einer völligen Unterbrechung des Verkehrs zwischen Rennes und Quimper. Nach Angaben der SNCF machte die Überschwemmung am Bahnhof Saint-Senoux Pléchâtel in Ille-et-Vilaine den Zugverkehr unmöglich. TGVs in die Bretagne sind jetzt auf Rennes beschränkt. Die Wiederaufnahme ist für Dienstag, 28. Januar, ab 7 Uhr geplant, vorbehaltlich des Absinkens des Wasserspiegels in der Vilaine.
Außer auf der Achse Rennes-Quimper hatte der Sturm Herminia auch Auswirkungen auf die Strecke zwischen Angers und Nantes. Überschwemmungen und starke Regenfälle führten zu einer Verlangsamung oder sogar zum Ausfall der Züge zwischen Paris und Croisic sowie zwischen Orléans und Nantes. Allerdings wurde der Verkehr zwischen Angers und Nantes seit Montagmittag schrittweise wieder aufgenommen, während zwischen Rennes und Redon der Totalstopp beibehalten wird.
Die SNCF empfiehlt Reisenden, ihre Reisen zu verschieben und stellt sicher, dass sie Änderungen der Wetterbedingungen genau beobachten, um ihren Transportplan anzupassen.
Dagegen scheinen die normannischen Linien verschont zu bleiben. Vom Bahnhof Saint-Lazare aus verkehrten die Fahrten nach Caen, Le Havre, Cherbourg und Rouen normalerweise mitten am Tag.
Diese Situation verdeutlicht einmal mehr die Fragilität der Infrastruktur angesichts der klimatischen Gefahren, während der Sturm Herminia weiterhin das tägliche Leben der Bewohner Westfrankreichs beeinträchtigt.