Das Berufungsverfahren bezüglich der angeblichen libyschen Finanzierung des Wahlkampfes Nicolas Sarkozy Die Verhandlung war von einer indirekten Konfrontation zwischen dem ehemaligen Präsidenten und seinem früheren engsten Vertrauten, Claude Guéant, geprägt. Guéants Anwalt, der aus gesundheitlichen Gründen abwesend war, erwiderte und bestritt die in früheren Anhörungen gegen ihn erhobenen Vorwürfe.
Über seinen Anwalt wies Claude Guéant jegliche persönliche finanzielle Verwicklung zurück und erklärte, er habe nie Geld erhalten oder gefordert. Diese Aussage sollte den Äußerungen von Nicolas Sarkozy entgegenwirken, der sich über bestimmte Aspekte des Falls, die seinen ehemaligen Geschäftspartner betrafen, überrascht gezeigt hatte.
Eine von angespannten Wortwechseln geprägte Anhörung
Die Intervention des Anwalts führte zu besonders hitzigen Wortwechseln mit Nicolas Sarkozy, der weiterhin Vorbehalte gegenüber einigen im Fall erwähnten Fakten äußerte. Der ehemalige Staatschef lobte dennoch weiterhin die Arbeit seines ehemaligen Stabschefs, zeigte sich aber gleichzeitig besorgt über einige der Enthüllungen.
Im Zentrum des Prozesses steht die Frage nach einer möglichen libyschen Finanzierung des Präsidentschaftswahlkampfs 2007, die Nicolas Sarkozy bestreitet. Aussagen von Claude Guéant, insbesondere zu einem Treffen mit libyschen Beamten, wurden vom ehemaligen Präsidenten formell dementiert, was die Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Männern in diesem Gerichtsverfahren verdeutlicht.
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