Bernadette Chirac verstarb am 5. Juni im Alter von 93 Jahren. Ihre Tochter Claude gab die Nachricht am Samstag bekannt, woraufhin zahlreiche Beileidsbekundungen aus dem gesamten französischen politischen Spektrum eingingen. Die Witwe des ehemaligen Präsidenten Jacques Chirac war die einzige First Lady, die ein politisches Amt unter ihrem eigenen Namen, nämlich dem einer Gemeinderätin, innehatte. Ihr Engagement und ihre Diskretion prägten mehrere Jahrzehnte des öffentlichen Lebens.
Eine persönliche und politische Würdigung
Nicolas Sarkozy, der am Freitag, dem 12. Juni, als Gast bei Europe 1 und CNEWS zu sehen war, würdigte die Frau, die für ihn weit mehr als nur eine politische Verbündete war, mit bewegenden Worten. Der ehemalige Präsident vertraute an, er habe eine enge Freundin verloren, die ihn während seiner gesamten Karriere, sowohl persönlich als auch politisch, unterstützt habe. Er lobte ihre Charakterstärke und ihre Hingabe zu Frankreich und betonte, dass sie sich trotz aller Widrigkeiten nie beklagt habe.
In seiner auf CNEWS und Europe 1 übertragenen Ansprache sprach Nicolas Sarkozy von einer tiefen Verbundenheit mit Bernadette Chirac und ging sogar so weit zu behaupten, sie seien blutsverwandt. Er betonte, Frankreich habe eine großartige Frau verloren, die dem Land Ehre eingebracht habe. Auch andere Politiker wie François Hollande und David Douillet würdigten diese engagierte Frau, die durch ihre Präsenz und ihr Wirken das französische öffentliche Leben geprägt hatte.
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