Nicolás Maduro unter Druck: Die Vereinigten Staaten eröffnen eine zweite brisante strafrechtliche Untersuchung
Nicolás Maduro unter Druck: Die Vereinigten Staaten eröffnen eine zweite brisante strafrechtliche Untersuchung

Laut mehreren Quellen aus dem Umfeld des Falls führen die US-Behörden eine zweite strafrechtliche Untersuchung gegen den ehemaligen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch. Dieses neue Verfahren könnte zu weiteren Anklagen gegen den Ex-Präsidenten führen, gegen den bereits ein Verfahren von US-Bundesbehörden läuft.

Die Ermittlungen werden von der US-Staatsanwaltschaft in Miami geführt und konzentrieren sich insbesondere auf mögliche Geldwäschevorgänge. Laut US-Beamten liefen die Ermittlungen bereits, als der Präsident Donald Trump ordnete im Januar eine Militäroperation an, die zur Verhaftung von Maduro und seiner Frau Cilia Flores führte.

Dieser Fall ergänzt die bereits vor einem New Yorker Bundesgericht gegen Maduro erhobenen Anklagen. Dem ehemaligen Staatsoberhaupt werden Drogenhandel, Terrorismusfinanzierung und weitere Straftaten im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen internationalen Verbrechernetzwerk vorgeworfen. Er hat auf nicht schuldig plädiert und befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft in einem Gefängnis in Brooklyn.

Laut Reuters-Quellen versuchen US-Ermittler herauszufinden, ob Finanznetzwerke mit Verbindungen zu Maduro genutzt wurden, um Gelder zu verschleiern oder illegal zu transferieren. Die Ermittlungen könnten sich auch auf andere Mitglieder oder Verbündete des ehemaligen venezolanischen Regimes erstrecken.

Der Fall ist politisch hochsensibel, da die 2020 in New York erhobene Anklage als rechtliche Grundlage für den US-Militäreinsatz in Caracas zur Entmachtung und Verhaftung Maduros diente. Diese Intervention löste erhebliche diplomatische Spannungen in der Region aus.

Bislang hat das US-Justizministerium nicht bestätigt, ob diese zweite Untersuchung offiziell zu weiteren Anklagen führen wird. Sie zeigt jedoch, dass Washington den juristischen Druck auf den ehemaligen venezolanischen Präsidenten und seine Vertrauten weiter verstärkt.

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