Einbrüche in Wohnungen von Fußballern: Zwei neue Festnahmen in der Region Paris
Einbrüche in Wohnungen von Fußballern: Zwei neue Festnahmen in der Region Paris

Die Nacht von Freitag auf Samstag wurde in der Nähe von Nantes für zwei Teenager im Alter von 14 und 16 Jahren zum Albtraum. Nach einer Schlägerei wurden sie von einer Gruppe maskierter und bewaffneter Männer entführt, nackt in ein Waldstück zwischen La Chapelle-sur-Erdre und Treillières geworfen, geschlagen, mit vorgehaltener Waffe bedroht und gezwungen, ihre eigenen Gräber zu schaufeln. Laut Staatsanwaltschaft Nantes handelte es sich um eine Abrechnung im Zusammenhang mit Drogenhandel. Antoine LeroyEs wurde eine Untersuchung wegen Entführung, Freiheitsberaubung und Gewalt eingeleitet. Die Opfer, die wie durch ein Wunder freigelassen wurden, klopften an die erste Tür, die ihnen begegnete, um die Behörden zu alarmieren. Es ist eine erschütternde Geschichte, die die Frage aufwirft: Wie weit wird dieser Revierkampf zwischen Drogendealern noch gehen? Die Ereignisse spielten sich in einer Atmosphäre brutaler Gewalt ab. Nach einer ersten Auseinandersetzung zwangen die Angreifer die beiden Jungen in den Kofferraum eines Autos, fuhren mit ihnen in den Wald und ließen ihrer Wut freien Lauf. Nackt und blutig geschlagen, erlitten die Teenager eine grauenhafte psychische Tortur: „Schaufelt euer eigenes Grab“, hörten sie mit einer Pistole an der Schläfe. Schließlich nackt und der Kälte ausgesetzt, irrten sie zu einem nahegelegenen Haus, wo ein Bewohner Alarm schlug. Von Feuerwehr und Polizei in Gewahrsam genommen, zögerten die beiden Minderjährigen – der jüngere von ihnen, aus Angers, war sechs Monate auf der Flucht gewesen – Details preiszugeben. Hatten sie Angst vor Vergeltungsmaßnahmen? Oder unterhielten sie dubiose Verbindungen zu ihren Entführern? Die Ermittlungen, die der Forschungsbrigade in Nantes anvertraut wurden, schreiten zügig voran, versichert Antoine Leroy.

Eine Spur, die nach Schießpulver riecht

Der Staatsanwalt nimmt kein Blatt vor den Mund: Es handelt sich um einen Drogenhandelsfall, in dem Revierkämpfe die Vororte von Nantes vergiften. Die Ermittlungen haben die Existenz eines frisch gegrabenen Lochs an dem von den Opfern angegebenen Ort bestätigt – ein handfester Beweis für die Bedrohung. Doch die unkooperativen Jugendlichen erschweren die Arbeit der Ermittler. Einer von ihnen, der Ausreißer aus Angers, könnte in zwielichtige Geschäfte verwickelt sein; der andere, ein Einheimischer, könnte ein unbeteiligtes Opfer sein. In einer Region, in der die Beschlagnahmungen von Kokain und Cannabis zunehmen, sind solche Selbstjustizangriffe keine Seltenheit. Die maskierten, bis an die Zähne bewaffneten Männer agieren wie Profis: blitzschnelle Entführung, maximale Einschüchterung und Freilassung, um Angst und Schrecken zu verbreiten, anstatt zu töten. Ein typisches Vorgehen von Banden, die durch Angst herrschen. Was diesen Fall noch erschreckender macht, ist das Alter der Opfer: 14 und 16 Jahre alt, Kinder, die diesen Barbaren niemals hätten begegnen dürfen. Nantes, eine pulsierende Stadt mit glänzenden Fassaden, kann ihre Armutsviertel, in denen der Drogenhandel floriert, kaum verbergen. Die Behörden hoffen, mit dieser Untersuchung einen entscheidenden Erfolg zu erzielen: Razzien sind geplant, Überwachungsmaßnahmen laufen, und vielleicht sind schnelle Festnahmen möglich. Für die beiden Überlebenden ist das Trauma jedoch unbestreitbar: Nackt im Wald, ihr eigenes Grab schaufelnd – ein Bild, das sie noch lange verfolgen wird. Und für die Eltern ist es eine deutliche Mahnung: Passt gut auf eure Kinder auf, die Straßen sind nicht mehr sicher. Antoine Leroy verspricht weitere Informationen: „Die Ermittlungen schreiten gut voran.“ In der Zwischenzeit unterstreicht diese weihnachtliche Abrechnung die dringende Notwendigkeit verstärkter Maßnahmen gegen Drogenhändler. In Nantes, wo Schießereien bereits für Schlagzeilen sorgen, klingt diese Entführung eines Jugendlichen wie eine Warnung: Gewalt wird von Generation zu Generation weitergegeben, und niemand ist sicher.