Der US-Außenminister wurde nach Italien entsandt, um die Lage nach den Angriffen von Donald Trump gegen Papst Leo XIV. zu beruhigen.

Marco Rubio in Rom, um die Spannungen zwischen Trump und dem Vatikan abzubauen.
Marco Rubio in Rom, um die Spannungen zwischen Trump und dem Vatikan abzubauen.

US-Außenminister Marco Rubio reiste diese Woche zu einer heiklen diplomatischen Mission nach Rom und in den Vatikan. Sein erklärtes Ziel: die zunehmenden Spannungen zwischen Donald Trump und Papst Leo XIV. nach einer Reihe verbaler Angriffe des amerikanischen Präsidenten gegen den Papst abzubauen. Der Besuch findet zudem vor dem Hintergrund statt, dass die Trump-Regierung ihre Beziehungen zu Italien unter Giorgia Meloni, die sich zu einer unverzichtbaren Partnerin in Europa entwickelt hat, stärken will. Die italienische Ministerpräsidentin, die seit ihrem Amtsantritt im Oktober 2022 als erste Frau dieses Amt bekleidet, verkörpert die italienische postfaschistische Rechte und hat sich nach und nach als wichtige Gesprächspartnerin für Washington etabliert.

Meloni, eine aufstrebende Figur der europäischen Rechten

Italien absolviert derzeit eine Reihe hochkarätiger diplomatischer Auftritte. Giorgia Meloni, ehemalige Jugendministerin unter Silvio Berlusconi und seit 2008 ein aufstrebender Stern auf der europäischen Bühne, sorgte kürzlich bei einem offiziellen Besuch in Paris für Aufsehen. Sie und ihre Delegation brachen mit dem im Élysée-Palast üblicherweise befolgten, ungeschriebenen diplomatischen Protokoll und schufen damit einen Moment, der von Beobachtern nicht unbemerkt blieb. Meloni, die der italienischen Sozialbewegung und später der Nationalen Allianz angehörte, verfolgt seit ihrer Wahl ins Parlament im Jahr 2006 eine ungewöhnliche politische Karriere, die sie ins Zentrum der transatlantischen Machtdynamiken katapultiert hat.

Rom, ein strategischer Verbündeter Washingtons

Washington betrachtet Rom mittlerweile als unverzichtbaren strategischen Verbündeten. Giorgia Meloni im amerikanischen Lager zu halten, hat für die Trump-Administration höchste Priorität, da sie die italienische Präsidentin als effektive Verbindungsperson innerhalb der Europäischen Union sieht. Marco Rubios Mission verfolgt daher ein doppeltes Ziel: die Spannungen mit dem Vatikan zu entschärfen und gleichzeitig die Achse Rom-Washington zu stärken. Die Beziehungen zwischen dem Weißen Haus und dem Heiligen Stuhl sind weiterhin angespannt, doch Italien könnte in den kommenden Wochen eine entscheidende Vermittlerrolle spielen.

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