Galeries Lafayette hat sein China-Abenteuer beendet. Das Pariser Kaufhaus hat seine Filiale in Peking, die erst vor fünf Jahren in der chinesischen Hauptstadt eröffnet worden war, offiziell geschlossen. Diese Entscheidung markiert das Ende eines Projekts, das auf dem chinesischen Markt nie Fuß fassen konnte, obwohl es von westlichen Luxusmarken als strategisch wichtig erachtet wurde.
Investitionen, die als zu hoch angesehen werden
Das Management begründete den Rückzug mit der übermäßigen Größe des Geschäfts. Mit seinen 48.000 Quadratmetern, verteilt auf mehrere Etagen, erforderte das Gebäude enorme Investitionen für die Modernisierung und Anpassung an die Erwartungen der lokalen Kundschaft. Angesichts dieser als unverhältnismäßig empfundenen Kosten zog die 1895 gegründete Kette den Rückzug vor, anstatt erhebliche Summen in ein ungewisses Projekt zu investieren.
Der stationäre Einzelhandel kämpft
Diese Schließung erfolgt zu einem schwierigen Zeitpunkt für den traditionellen Einzelhandel in China. Der Aufstieg des E-Commerce und sich rasch wandelnde Konsumgewohnheiten schwächen selbst die renommiertesten stationären Kaufhäuser. Galeries Lafayette reiht sich damit in die Liste ausländischer Einzelhändler ein, die angesichts des zunehmend aggressiven Wettbewerbs vor Ort gezwungen sind, ihre Asienstrategie zu überarbeiten.
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