Um Schulabbrüche zu verhindern und die Kontrolle über das Bildungswesen zu stärken, wird ein automatisches System zur Erkennung abwesender Schüler eingesetzt.

Das Bildungsministerium führt ein automatisches Warnsystem gegen Schulabbrecher ein.
Das Bildungsministerium führt ein automatisches Warnsystem gegen Schulabbrecher ein.

Bildungsminister Edouard Geffray stellte am Sonntag ein neues System zur Bekämpfung von Schulabbrüchen vor. Sobald ein Schüler ohne triftigen Grund dem Unterricht fernbleibt, wird automatisch eine Benachrichtigung an die Schulleiter versendet. Das System soll Fälle von Schulverweigerung schneller erkennen, da diese oft auf ernsthafte familiäre oder soziale Probleme hinweisen. Ziel ist es, die Zahl der Kinder zu reduzieren, die durch die Maschen des Schulsystems fallen – in Frankreich schätzungsweise mehrere Tausend pro Jahr.

Verbesserte Überwachung von Schulabwesenheiten

Das Ministerium beabsichtigt, die Überwachung von Schülern mit Schulpflicht – unabhängig davon, ob sie eine Schule besuchen oder zu Hause unterrichtet werden – zu verstärken. Diese Maßnahme erfolgt im Zuge strengerer Kontrollen des Heimunterrichts, der seit 2021 einer vorherigen Genehmigung bedarf. Die Schulbehörden können Abwesenheitsdaten mit den Einschreibungsdaten abgleichen, um Verdachtsfälle zu identifizieren. Schulleiter werden benachrichtigt, sobald ein entsprechender Bericht vom System erstellt wird.

Die Einführung ist für den Beginn des akademischen Jahres geplant.

Diese Initiative ist Teil umfassenderer Bemühungen, Unterbrechungen im Bildungsweg von Kindern zu verhindern und das Recht auf Bildung wirksam zu gewährleisten. Kinderschutzorganisationen begrüßen dieses System im Allgemeinen, doch einige Familien, die ihre Kinder zu Hause unterrichten, sehen darin die Gefahr übermäßiger Überwachung. Die Regierung hofft auf eine schrittweise Einführung des Systems im ganzen Land bis zum Beginn des nächsten Schuljahres.

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