Der ehemalige Berater von Emmanuel Macron, gegen den wegen Belästigung ermittelt wird, wurde vorübergehend aus dem Museum in Marseille entfernt.

Der Präsident des MuCEM, Pierre-Olivier Costa, wurde wegen sexueller und moralischer Belästigung von seinen Aufgaben suspendiert.
Der Präsident des MuCEM, Pierre-Olivier Costa, wurde wegen sexueller und moralischer Belästigung von seinen Aufgaben suspendiert.

Pierre-Olivier Costa ist nicht länger Direktor des Museums der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers (MuCEM). Das Kulturministerium gab am Dienstag seine Suspendierung als Präsident des MuCEM mit Wirkung zum 1. Juli bekannt. Diese Entscheidung erfolgte, nachdem gegen den ehemaligen Berater von Emmanuel Macron seit März wegen sexueller und psychischer Belästigung ermittelt wurde. Das Ministerium betont, dass die von Costa selbst beantragte Suspendierung eine Vorsichtsmaßnahme sei.

Eine Reise ins Herz des Staates

Pierre-Olivier Costa, 58, bekleidete diese Position seit November 2022. Der Jurist der Universität Panthéon-Assas war zuvor in höchsten Regierungsämtern tätig. Als Sonderberater des Präsidenten der Republik war er auch Stabschef von Brigitte Macron. Seine Karriere im Kulturbereich begann 1994 beim Journal des Arts, bevor er lange Zeit bei der Réunion des Musées Nationaux-Grand Palais arbeitete.

Interimsmanagement

Die Interimsleitung des Museums in Marseille wird laut Kulturministerium am 1. Juli übernommen. Weder die Identität der Person, die diese Position übernehmen soll, noch die voraussichtliche Dauer des Übergangs wurden bekannt gegeben. Das MuCEM, eine bedeutende Kulturinstitution, die 2013 eröffnet wurde, ist somit während der laufenden gerichtlichen Untersuchung ohne ständigen Direktor.

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