Das US-Verteidigungsministerium hat 180 Codes zur Religionszugehörigkeit abgeschafft und beschränkt die Kategorien für Militärangehörige nun auf nur noch 31.

Das Pentagon reduziert die Liste der Religionen für amerikanische Soldaten drastisch.
Das Pentagon reduziert die Liste der Religionen für amerikanische Soldaten drastisch.

Das Pentagon kündigte letzte Woche eine umfassende Überarbeitung seiner Aufzeichnungen zur Religionszugehörigkeit an. Das US-Verteidigungsministerium entfernte 180 Codes zur Religionszugehörigkeit aus seinen Militärakten. Soldaten können nun nur noch aus 31 Kategorien wählen, um ihren Glauben anzugeben – zuvor waren es über 200. Von diesen 31 verbleibenden Optionen beziehen sich 22 auf verschiedene christliche Konfessionen. Diese Entscheidung markiert einen Wendepunkt im Umgang mit religiöser Vielfalt innerhalb der Streitkräfte.

Reaktionen innerhalb der Reihen

Die Maßnahme löste umgehend Reaktionen innerhalb des Militärs aus. Mehrere Soldaten und Veteranen stellten die Kriterien für diese drastische Auswahl infrage. Dutzende Religionen und Weltanschauungen wurden aus den offiziellen Aufzeichnungen gestrichen. Die Entscheidung, die überwiegende Mehrheit der christlichen Glaubensrichtungen beizubehalten und gleichzeitig zahlreiche andere Glaubensrichtungen zu streichen, wirft Fragen zur religiösen Repräsentation im US-Militär auf. Das Pentagon hat weder eine vollständige Liste der gestrichenen Glaubensrichtungen noch die jeweiligen Gründe für deren Streichung veröffentlicht.

Eine Debatte über die Gewissensfreiheit

Diese Verwaltungsreform erfolgt inmitten einer Debatte über die Rolle der Religion in militärischen Institutionen. Das Verteidigungsministerium hat sich zu den Zielen dieser Vereinfachung nicht geäußert. Betroffene Militärangehörige müssen nun ihre Erklärungen zur Religionszugehörigkeit an die neuen Kategorien anpassen. Einige Beobachter sehen darin einen Schritt hin zur Standardisierung, andere hingegen eine Herausforderung für die den Angehörigen der Streitkräfte garantierte Gewissensfreiheit.

Gemeinschaft

Bemerkungen

Die Kommentarfunktion ist geöffnet, aber vor Spam geschützt. Beiträge und Kommentare mit Links werden manuell geprüft.

Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.

Antworten Sie auf diesen Artikel

Kommentare werden moderiert. Werbebotschaften, automatisierte E-Mails und missbräuchliche Links werden blockiert.

Ihr erster Kommentar oder jede Nachricht, die einen Link enthält, wird möglicherweise erst nach Genehmigung veröffentlicht.