Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev forderte am Montag die Unabhängigkeit Neukaledoniens und anderer französischer Überseegebiete, die er als Kolonien betrachtet. Diese Erklärung erfolgt inmitten der ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Baku und Paris. Die Haltung des aserbaidschanischen Staatschefs markiert eine neue Phase in der diplomatischen Offensive seines Landes gegen Frankreich.
Anhaltende diplomatische Spannungen
Anfang 2025 verurteilte Paris die Destabilisierungsversuche Aserbaidschans. Außenminister Jean-Noël Barrot wies daraufhin auf die Einmischung Bakus in die französische Politik in Neukaledonien hin und forderte deren sofortige Beendigung. Die französische Diplomatie bleibt angesichts dieser Manöver, die die nationale Souveränität über ihre pazifischen Gebiete direkt angreifen, besonders wachsam.
Alijews Äußerung entfacht erneut die Debatte über den Status der französischen Überseegebiete und deren Beziehungen zum französischen Festland. Aserbaidschan scheint seine Bemühungen zu verstärken, Frankreichs Position auf der internationalen Bühne zu schwächen, insbesondere seit den Spannungen im Zusammenhang mit dem Bergkarabach-Konflikt und den Beziehungen zwischen Paris und Jerewan.
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