Die französische Marine hat am Sonntag im Atlantik einen aus Russland kommenden Öltanker beschlagnahmt, wie bekannt gegeben wurde. Emmanuel MacronDiese Operation, die mit Unterstützung mehrerer europäischer Partner, darunter Großbritannien, durchgeführt wurde, ist Teil des Kampfes gegen die russische „Geisterflotte“, die beschuldigt wird, internationale Sanktionen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine zu umgehen.
Laut der Präfektur für Atlantische Seefahrt handelt es sich bei dem fraglichen Schiff um das Schiff mit dem Namen TagorDer Tanker wurde mehr als 740 Kilometer westlich der Bretagne auf seiner Fahrt vom russischen Hafen Murmansk abgefangen. Nach der Durchsuchung des Schiffes durch ein Kontrollteam stellten die französischen Behörden Unregelmäßigkeiten hinsichtlich der Flagge fest, unter der der Tanker fuhr.
Der Fall wurde an die Staatsanwaltschaft in Brest weitergeleitet, die für Seerecht zuständig ist. Das Schiff wird derzeit von der französischen Marine in ein sicheres Ankergebiet eskortiert, um weitere administrative und gerichtliche Überprüfungen zu ermöglichen.
Eine neue Operation gegen die russische „Geisterflotte“
In einer Nachricht in den sozialen Medien erklärte Emmanuel Macron, es sei „inakzeptabel“, dass einige Schiffe internationale Sanktionen umgehen und indirekt zur Finanzierung des russischen Kriegseinsatzes in der Ukraine beitragen könnten. Der französische Präsident betonte zudem die von diesen Schiffen ausgehenden Umwelt- und Sicherheitsrisiken, da sie teilweise außerhalb internationaler Schifffahrtsregeln operieren.
Dieser Einsatz ist die vierte derartige Operation, die Frankreich innerhalb eines Jahres durchgeführt hat. Im September 2025 wird der Öltanker Boracay waren bereits vor der Küste der Bretagne manövrierunfähig. In jüngster Zeit wurden die Schiffe Grinch et Deyna war im Januar und März 2026 im Mittelmeer abgefangen worden.
Verschärfte Sanktionen
Die zuvor festgesetzten Schiffe durften nach Zahlung von Geldstrafen schließlich wieder in See stechen. Angesichts der steigenden Zahl solcher Fälle kündigte die französische Regierung im April strengere Strafen für maritime Verstöße im Zusammenhang mit dem Nichtführen einer Flagge oder der Verweigerung der Befolgung von Anordnungen an.
Paris beabsichtigt, seine Kapazitäten zum Vorgehen gegen Schiffe, die im Verdacht stehen, zur russischen Geisterflotte zu gehören, zu stärken. Bei dieser Flotte handelt es sich um ein Netzwerk von Öltankern, das trotz der seit Beginn des Konflikts in der Ukraine von westlichen Ländern verhängten Beschränkungen weiterhin Kohlenwasserstoffe exportiert.
Gemeinschaft
Bemerkungen
Die Kommentarfunktion ist geöffnet, aber vor Spam geschützt. Beiträge und Kommentare mit Links werden manuell geprüft.
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.