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(DATEIEN) US-Vizepräsidentin Kamala Harris spricht am 2. Februar 2024 während einer Wahlkampfveranstaltung an der South Carolina State University in Orangeburg, South Carolina. US-Präsident Joe Biden gab am 21. Juli 2024 seinen Rückzug aus dem Kampf um die Wiederwahl gegen Donald Trump bekannt. Dieser historische Schritt stürzt das ohnehin schon turbulente Rennen um das Weiße Haus 2024 in unbekanntes Terrain. Biden sagte außerdem, er unterstütze Vizepräsidentin Kamala Harris als Kandidatin der Demokraten für die Wahl 2024, nachdem diese aus dem Rennen ausgestiegen sei. (Foto von Jim WATSON / AFP)

Diesen Donnerstag, den 25. Juli 2024, Kamala HarrisVizepräsidentin Harris, die nach Joe Bidens Rückzug aus dem Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur angetreten war, deutete einen möglichen Wendepunkt in der amerikanischen Gaza-Politik an. Nach einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu versprach sie nachdrücklich, angesichts des Leids der palästinensischen Zivilbevölkerung nicht länger zu schweigen und betonte die dringende Notwendigkeit eines Friedensabkommens. Anders als Joe Biden, der zuvor eher auf diskreten Druck gesetzt hatte, verurteilte Harris öffentlich die verheerenden Folgen des andauernden Konflikts, insbesondere seit dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober.

Harris bezeichnete die jüngsten Ereignisse im Gazastreifen als „verheerend“ und hob den Tod von Kindern sowie die Verzweiflung der Menschen auf der Flucht hervor. Sie betonte die Notwendigkeit eines Waffenstillstands und der Freilassung der Geiseln und forderte zudem die Gründung eines palästinensischen Staates – eine Idee, die Netanjahu entschieden ablehnt. Dieser offene Austausch mit dem israelischen Ministerpräsidenten markiert einen klaren Bruch mit der versöhnlichen Haltung der israelischen Regierung. BidenAllerdings äußerten die Letzteren nach und nach Kritik, als die Zahl der zivilen Opfer in Gaza zunahm.

Unterdessen traf sich Präsident Joe Biden mit Netanyahu, um die dringende Notwendigkeit eines Waffenstillstandsabkommens zu bekräftigen, so John Kirby, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats. Die beiden Staats- und Regierungschefs sprachen auch mit Familien amerikanischer Geiseln, die in Gaza festgehalten wurden, und bezeichneten diese Gespräche als „produktiv“.

Am Ende seiner Reise wird Netanjahu nach Florida reisen, um dort zu treffen Donald TrumpDer Besuch unterstreicht sein Engagement für das gesamte amerikanische politische Spektrum. Trump hatte Israel kürzlich zu einer raschen Beendigung des Gaza-Konflikts aufgefordert und gewarnt, der globale Ruf des Landes stehe auf dem Spiel. Netanjahu, der ein enges Verhältnis zu Trump pflegt, verdankt dem ehemaligen Präsidenten die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem im Jahr 2018 und die Abraham-Abkommen im Jahr 2020.

Netanjahu war sich jedoch der politischen Feinheiten der USA bewusst und besuchte vor dem Treffen mit Trump unbedingt das Weiße Haus, um zu demonstrieren, dass er die komplexen diplomatischen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Israel beherrscht.