Der Oberste Gerichtshof von Hongkong eröffnet am Montag die Anhörung zur Berufung gegen das Strafmaß. Jimmy lag, ein wichtiger Schritt vor der Urteilsverkündung in einem der symbolträchtigsten nationalen Sicherheitsprozesse seit Pekings politischer Machtübernahme in der Stadt.
Im Alter von 78 Jahren starb der Gründer der prodemokratischen Tageszeitung. Apple TäglichJimmy Lai, dessen Gefängnis inzwischen geschlossen ist, wurde im Dezember wegen Verschwörung zur Zusammenarbeit mit ausländischen Kräften und zur Verbreitung aufrührerischer Inhalte gemäß Chinas nationalem Sicherheitsgesetz verurteilt. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe. Jimmy Lai bestreitet alle Vorwürfe.
Die Schlussplädoyers, an denen auch acht weitere Angeklagte beteiligt sind, die sich schuldig bekannt haben, werden voraussichtlich vier Tage dauern. Das Gericht wird sein Urteil zu einem späteren Zeitpunkt verkünden. Fünf der Mitangeklagten sind als Zeugen der Anklage aufgetreten, darunter ehemalige Führungskräfte und Journalisten von Next Digital, der ehemaligen Muttergesellschaft von Apple Daily.
In ihrem Urteil stellten die Richter fest, dass Jimmy Lai seinen Einfluss in den Medien genutzt hatte, um eine Kampagne zu führen, die darauf abzielte, die Autorität Chinas und der Hongkonger Behörden zu untergraben. Sie stuften seine Aussagen zudem als teils widersprüchlich und unzuverlässig ein.
Der Fall löste eine starke internationale Reaktion aus. Die Vereinigten Staaten, Großbritannien und die Europäische Union verurteilten ihn als Angriff auf die Meinungsfreiheit. Der US-Außenminister Marco Rubio Er argumentierte, dieser Prozess verdeutliche Pekings Vorgehen, Gesetze zu nutzen, um kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen. Der US-Präsident Donald Trump behauptete, den chinesischen Präsidenten gefragt zu haben Xi Jinping Die Freilassung von Jimmy Lai wurde zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht thematisiert.
Aus humanitärer Sicht schlägt Jimmy Lais Familie Alarm wegen seines sich verschlechternden Gesundheitszustands nach über 1.800 Tagen Haft, größtenteils in Einzelhaft. Auch vom UN-Menschenrechtsrat beauftragte Experten fordern seine Freilassung aus humanitären Gründen und verweisen auf die deutliche Aushöhlung grundlegender Freiheiten und der Unabhängigkeit der Justiz in Hongkong.
Vor dem Gerichtsgebäude warteten Dutzende Menschen tagelang auf die Anhörung, einige übernachteten dort. Für ehemalige Kollegen des Medienmoguls markiert diese Phase das Ende eines langen Rechtsstreits, auch wenn der Ausgang weiterhin ungewiss ist.
Die Hongkonger Behörden ihrerseits behaupten, Jimmy Lai habe ein faires Verfahren erhalten und das nationale Sicherheitsgesetz habe dazu beigetragen, die Stabilität der Stadt wiederherzustellen.