Der Justizminister stattet Algerien diesen Montag einen Kurzbesuch ab. Auf der Tagesordnung stehen die algerische Mafia, unrechtmäßig erworbene Gewinne und das Schicksal des Journalisten Christophe Gleizes.

Gérald Darmanin reist diesen Montag nach Algier, um die justizielle Zusammenarbeit wiederzubeleben.
Gérald Darmanin reist diesen Montag nach Algier, um die justizielle Zusammenarbeit wiederzubeleben.

Gérald Darmanin wird am Montag, dem 18. Mai, zu einem eintägigen Besuch in Algier erwartet, der der Wiederherstellung der justiziellen Beziehungen zwischen Frankreich und Algerien dient. Dieser beispiellose Besuch ist Teil der Strategie der französischen Regierung zur diplomatischen Annäherung an Algier. Der Justizminister wird von Pascal Prache, dem nationalen Finanzstaatsanwalt, begleitet, was darauf hindeutet, dass Finanz- und Strafverfahren im Mittelpunkt dieser Gespräche stehen.

Drei heikle Fälle stehen zur Debatte

Bei dem Treffen mit Darmanins algerischem Amtskollegen stehen mehrere heikle Themen auf der Tagesordnung. Die Zusammenarbeit im Kampf gegen die algerische Mafia hat Priorität, ebenso wie die Frage der unrechtmäßig erworbenen Gewinne. Auch das Schicksal des französischen Journalisten Christophe Gleizes, der von algerischen Gerichten wegen Duldung von Terrorismus zu sieben Jahren Haft verurteilt wurde, wird erörtert. Obwohl sich das Justizministerium bedeckt hält, besteht Hoffnung auf seine Freilassung, auch wenn kein Treffen zwischen Darmanin und dem Inhaftierten geplant ist.

Ein Besuch, dem ein Gegenbesuch folgte

Dieser Besuch soll den Weg für Gegenseitigkeit ebnen. Laurent Nuñez kündigte an, dass der algerische Innenminister in wenigen Tagen nach Paris reisen wird. Die französischen Behörden hoffen zudem, Fortschritte in der Frage der Abschiebungsverfügungen gegen algerische Staatsangehörige zu erzielen. Diese bilateralen Kontakte markieren eine neue Phase der Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern nach jahrelangen Spannungen.

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