Zwei französische Hacker im Alter von 15 und 22 Jahren wurden am Donnerstag formell wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an einer großangelegten Cyberangriffskampagne der Gruppe Dumpsec angeklagt. Laut der französischen Anti-Cyberkriminalitäts-Einheit wurden bei diesen Angriffen, die sich gegen über 1.500 französische Unternehmen und Organisationen richteten, zig Millionen Datensätze mit personenbezogenen Daten gestohlen. Zu den Opfern zählten unter anderem die Nationalversammlung, mehrere Websites des Bildungsministeriums, die Baumarktkette Leroy Merlin, Sportverbände und medizinische Plattformen.
Sieben weitere Verhaftungen wurden bereits vorgenommen.
Diese beiden Festnahmen sind Teil einer größeren Operation der französischen Behörden. Zwischen dem 8. und 14. Juni hatte die Anti-Cyberkriminalitäts-Einheit bereits sieben weitere mutmaßliche Hacker festgenommen, die derselben Gruppe angehören. Diese Razzienserie verdeutlicht den Einsatz spezialisierter Dienste als Reaktion auf das Ausmaß der Angriffe auf sensible Infrastrukturen des staatlichen und privaten Sektors.
Die Anklage gegen die beiden jungen Männer verdeutlicht die rechtliche Realität, die Täter von Cyberangriffen unabhängig von ihrem Alter erwartet. Während manche vielleicht glaubten, lediglich eine technische Meisterleistung vollbracht zu haben, müssen sie sich nun wegen des massiven Diebstahls sensibler Daten von Millionen französischer Bürger verantworten. Die Ermittlungen dauern an, um das genaue Ausmaß ihrer Beteiligung zu klären und mögliche Komplizen innerhalb des Dumpsec-Netzwerks zu identifizieren.
Gemeinschaft
Bemerkungen
Die Kommentarfunktion ist geöffnet, aber vor Spam geschützt. Beiträge und Kommentare mit Links werden manuell geprüft.
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.