Die Pariser Staatsanwaltschaft hat nach dem Cyberangriff auf Tchap, den von französischen Beamten genutzten verschlüsselten Instant-Messaging-Dienst, Ermittlungen aufgenommen. Die Abteilung für Cyberkriminalität hat den Fall übernommen, bei dem es um Straftaten im Zusammenhang mit der Behinderung eines automatisierten Datensystems geht. Ersten Schätzungen zufolge ist das Ausmaß des Datenlecks beträchtlich.
Über 640.000 Nachrichten aufgedeckt
Laut der Fachwebsite FrenchBreaches deuten im Darknet veröffentlichte Meldungen darauf hin, dass über 643.000 Nachrichten von 73.000 Beamten in 976 Chaträumen offengelegt wurden. Diese sensiblen Daten wurden mutmaßlich bei einem Cyberangriff gestohlen, dessen Details noch unklar sind. Der Angriff ist Teil einer Reihe von Cyberangriffen, die in den letzten Tagen mehrere Ministerien zum Ziel hatten.
Fragen zur Datensicherheit
Die Untersuchung muss die genauen Umstände dieser Sicherheitslücke aufklären und die Täter des Cyberangriffs identifizieren. Der Nachrichtendienst Tchap war als sicherer Kommunikationskanal für französische Regierungsbehörden konzipiert. Dieser Einbruch wirft Fragen zum Schutz staatlicher Daten und zur Zuverlässigkeit der Systeme auf, die die Vertraulichkeit staatlicher Kommunikation gewährleisten sollen.
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