Die Verurteilung des Schriftstellers Kamel Daoud zu drei Jahren Haft in Algerien wegen seines Romans „Houris“ hat in Paris heftige Reaktionen ausgelöst. Der Autor, Gewinner des Prix Goncourt 2024, wird angeklagt, weil er den algerischen Bürgerkrieg der 1990er-Jahre thematisiert hat – ein Thema, das für die algerische Regierung nach wie vor hochsensibel ist.
In diesem Zusammenhang brachte Kulturministerin Catherine Pégard ihr „unerschütterliches Bekenntnis zur künstlerischen Freiheit“ zum Ausdruck und erinnerte daran, dass die Literatur auch in Spannungsfeldern ein unverzichtbarer Raum für Ausdruck bleibe.
Eine Überzeugung, die Spannungen neu entfacht
Der Minister betonte zudem die Notwendigkeit, Künstler in ihrer Würde und Sicherheit zu schützen, und merkte an, dass der Schriftsteller, der seit mehreren Jahren in Frankreich lebt und die französische Staatsbürgerschaft besitzt, von dieser Gerichtsentscheidung nicht unmittelbar betroffen sein sollte. Diese Haltung erfolgt vor dem Hintergrund der weiterhin angespannten französisch-algerischen Beziehungen.
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