Der Pariser Rettungsdienst (SAMU) verzeichnete am Freitag 109 Todesfälle bei Einsätzen in Privathaushalten und im öffentlichen Raum, im Vergleich zu den üblichen sieben Todesfällen im gleichen Zeitraum. Diese von den Pariser Rettungsdiensten veröffentlichten Zahlen beinhalten keine Todesfälle in Krankenhäusern. Während am Samstag in 50 Départements weiterhin die höchste Warnstufe (Rot) galt, klingt die Hitzewelle im Westen des Landes langsam ab. Zwanzig Départements, darunter die gesamte Region Île-de-France, werden am Sonntagmorgen um 6:00 Uhr wieder in die niedrigste Warnstufe (Orange) eingestuft.
Eine abschließende Bewertung wird in einigen Wochen vorliegen.
Das tatsächliche Ausmaß der durch die außergewöhnliche Hitzewelle im Juni verursachten Übersterblichkeit wird erst in einigen Wochen feststehen. Es gibt verschiedene Methoden, um die gesundheitlichen Auswirkungen einer solchen Hitzewelle abzuschätzen, doch die schnellste Methode erfordert Zeit für den Abgleich aller Daten. Die Gesundheitsbehörden müssen die Sterbeurkunden analysieren und die beobachtete Sterblichkeit mit der unter normalen Umständen zu erwartenden vergleichen.
Aufgrund der Wetterbedingungen mussten an diesem Wochenende mehrere Veranstaltungen abgesagt werden, vor allem um die Rettungsdienste nicht zu überlasten. Die Temperaturen bleiben trotz eines vorhergesagten allmählichen Rückgangs hoch. Die Rettungsdienste sind angesichts dieser Gesundheitskrise, deren endgültige Auswirkungen sich derzeit nicht in Echtzeit abschätzen lassen, weiterhin im Einsatz.
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