DATEIFOTO: Abbildung zeigt Darstellungen der Kryptowährung Bitcoin
DATEIFOTO: In dieser Illustration vom 24. Januar 2022 ist die Kryptowährung Bitcoin vor einem Aktiendiagramm und dem US-Dollar zu sehen. REUTERS/Dado Ruvic/File Photo

Seit dem Sieg von Donald Trump Im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen am 5. November erlebt Bitcoin einen kometenhaften Aufstieg. Am Donnerstag, dem 21. November, überschritt die bekannteste Kryptowährung erstmals die symbolische Marke von 95.000 US-Dollar und erreichte um 2:24 Uhr (Pariser Zeit) einen neuen Rekordwert von 95.004,50 US-Dollar. Obwohl der Wert kurz darauf leicht fiel, blieb Bitcoin um 2:45 Uhr bei 94.907 US-Dollar stabil.

Ein Sprung von 35 % in zwei Wochen

Seit Anfang November verzeichnet Bitcoin einen spektakulären Anstieg von 35 %. Nachdem er im vergangenen März seinen bisherigen Rekord übertroffen hatte, überschritt er am 80.000. November die Schwelle von 10 Dollar und drei Tage später die von 90.000 Dollar.

Diese neue Dynamik für Bitcoin, auch „Trump-Effekt“ genannt, lässt sich durch die Erwartungen von Anlegern erklären, die unter der Regierung des gewählten Präsidenten eine für Kryptowährungen günstige Politik erwarten.

Ein Wettlauf in Richtung 100.000 Dollar

Stephen Innes, Analyst bei SPI Asset Management, unterstreicht die Begeisterung des Marktes: „Bitcoin ist auf dem Weg, die phänomenale 100.000-Dollar-Marke zu erreichen. Investoren setzen dank der Versprechen von Donald Trump auf eine Ära lockererer Regulierung und einer zunehmenden Anerkennung von Kryptowährungen. »

Eine der wichtigsten Maßnahmen, die der Sektor erwartet, ist die Schaffung einer strategischen Bitcoin-Reserve durch die amerikanische Regierung. Diese Reserve würde durch in Gerichtsverfahren beschlagnahmte Token gespeist, die nicht mehr weiterverkauft würden und so ihren Wert festigen würden. Wenn diese Initiative Früchte trägt, könnte sie andere Nationen dazu ermutigen, Bitcoin mehr Legitimität zu verleihen.

Auf dem Weg zu einer „Bitcoin-Welthauptstadt“?

Donald Trump versprach außerdem eine radikale Lockerung der Regulierungen für Kryptowährungen. Er versprach, die Vereinigten Staaten zur „Bitcoin- und Kryptowährungshauptstadt der Welt“ zu machen, eine Aussage, die die Branchenakteure begeistert. Zu seinen Zusagen gehört die Ablösung von Gary Gensler, dem Vorsitzenden der Securities and Exchange Commission (SEC), der wegen seines als repressiv geltenden Ansatzes gegenüber digitalen Vermögenswerten kritisiert wurde.

Dieser Kontext schürt einen spekulativen Wahnsinn in Bezug auf Bitcoin, da internationale Investoren die Aussicht auf eine Trump-Regierung begrüßen, die Innovationen im Bereich der digitalen Währungen befürwortet. Es bleibt abzuwarten, ob diese Dynamik anhält, aber vorerst herrscht Optimismus und die 100.000-Dollar-Marke scheint in greifbarer Nähe.