Die Regulierungsbehörde für audiovisuelle und digitale Kommunikation (Arcom) hat am Mittwoch, 22. Mai 2024, die Liste der 25 zulässigen Anträge für die Zuteilung neuer DTT-Frequenzen veröffentlicht. Von den 27 eingegangenen Bewerbungen wurden 25 für zulässig befunden. Diese Ausschreibung betrifft mehrere Frequenzen, die im Jahr 2025 auslaufen, insbesondere die von C8, CNews, CStar, Canal+ Cinéma, Canal+ Sport, Planète+ sowie Canal+, TMC, TFX, LCI, W9, Gulli, BFMTV, NRJ 12 und Paris Erste.
Unter den 25 Kandidaten haben alle derzeitigen Frequenzinhaber einen Antrag auf Erneuerung ihrer Genehmigung eingereicht. BFMTV reichte zwei Anträge ein, einen mit Unterstützung von Altice und einen von CMA CGM, einer Gruppe unter der Leitung von Rodolphe Saadé, im Prozess der Übernahme der Mediensparte von Altice.
Die TF1-Gruppe bietet zwei neue Kanäle an: La Chaîne Histoire (LCH) und Humor TV, die das kostenlose DVB-T-Angebot bereichern sollen. Canal+ änderte auch den Namen eines seiner Sender und wurde zu Canal+ Cinéma(s).
Alain Weill tritt über L'Express TV mit einem Projekt mit den Schwerpunkten Information, Zeitgeschichte und Wissenschaft in den Wettbewerb. Darüber hinaus plant der Kultursender eine digitale Plattform für On-Demand-Inhalte, „L’Express TV+“, und eine tägliche satirische Talkshow.
Daniel Kretinsky, Inhaber von Casino, Editis und CMI France, reichte seine Bewerbung bei RéelsTV ein. Kretinsky, der auch Anteile an der TF1-Gruppe besitzt, baut seinen Einfluss im französischen Rundfunk weiter aus, nachdem er vor zwei Jahren versucht hatte, M6 zu übernehmen.
Ouest-France, die führende französische Regionalzeitung, plant die Einführung eines landesweiten Senders OF TV. Die Genossenschaft von kollektivem Interesse Le Média präsentiert Le Média TV.
Weitere weniger bekannte Projekte, die als zulässig gelten, sind BATV, OP TV und Mieux, die jeweils eine einzigartige Vision in das audiovisuelle Angebot einbringen.
Die Kandidaten werden zwischen dem 8. und 17. Juli 2024 öffentlich vorgesprochen. Der Zeitplan für das Vorsprechen wird in Kürze durch Auslosung festgelegt und mit einer Live-Übertragung auf der Arcom-Website veröffentlicht.
Roch-Olivier Maistre, Präsident von Arcom, brachte die Entschlossenheit der Behörde zum Ausdruck, diesen Prozess konsequent durchzuführen, und betonte die Ambitionen der Kandidaten, wichtige Akteure im DTT zu werden.
Der Wettbewerb ist intensiv, mit etablierten Persönlichkeiten wie Alain Weill und ambitionierten Newcomern wie Daniel Kretinsky und Rodolphe Saadé. Die endgültigen Entscheidungen von Arcom über die Frequenzinhaber werden Ende Juli getroffen, gefolgt von Konventionsverhandlungen im Herbst.
Diese Zuteilung der DTT-Frequenzen stellt einen entscheidenden Moment für die französische audiovisuelle Branche dar, da die Kandidaten entschlossen sind, ihre Präsenz auf dem kleinen Bildschirm zu stärken oder zu etablieren. Die zukünftigen Entscheidungen von Arcom werden für die Zukunft der Fernsehlandschaft in Frankreich entscheidend sein.