Der französische Tourismussektor wird weiterhin von einer Reihe von Cyberangriffen heimgesucht. Nach Pierre & Vacances-Center Parcs und Belambra in den letzten Tagen hat nun auch das Netzwerk Gîtes de France bestätigt, Opfer eines Datenlecks geworden zu sein, von dem einige Kunden betroffen sind. Ein Hacker gibt an, Buchungsinformationen aus über dreißig Jahren, von 1995 bis 2026, erbeutet zu haben.
Ersten Berichten zufolge könnten fast 390.000 Kunden betroffen sein. Zu den kompromittierten Daten gehören angeblich Namen, Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen sowie Informationen zu Aufenthalten und Reservierungen. Das Netzwerk versichert jedoch, dass keine Bankdaten offengelegt wurden.
Derselbe Hacker, der im Verdacht steht, hinter mehreren Angriffen auf den französischen Tourismus zu stecken.
Laut der Cybersicherheitswebsite French Breaches soll derselbe Hacker hinter den Angriffen stecken, die innerhalb weniger Tage nacheinander Pierre & Vacances-Center Parcs, Belambra und Gîtes de France trafen. Der Hacker erklärte angeblich, er habe die Cybersicherheitslücken einiger großer französischer Unternehmen aufzeigen wollen.
Im Fall von Gîtes de France scheint der Datenverstoß von einem IT-Dienstleister auszugehen, der von mehreren regionalen Buchungszentren genutzt wird. Laut Informationen von French Breaches waren nur bestimmte Gebiete von dem Angriff betroffen, insbesondere Guadeloupe, Haute-Garonne und Cantal.
Der Tourismus entwickelt sich zu einem Hauptziel für Cyberkriminelle.
Diese Angriffsserie ist für Cybersicherheitsexperten besonders besorgniserregend, da der Tourismussektor über eine enorme Menge an personenbezogenen Daten verfügt: Identitäten, Kontaktdaten, Reiseverläufe, Familienzusammensetzungen und Buchungsinformationen. Diese Datenbanken stellen für Cyberkriminelle einen erheblichen Wert dar.
Seit mehreren Monaten nehmen Cyberangriffe auf französische Unternehmen – ob Hotelketten, Behörden, Medienunternehmen oder große Einzelhändler – rasant zu. Angesichts der deutlich häufigeren, organisierteren und massiveren Angriffe betrachten die französischen Behörden Cybersicherheit mittlerweile als ein zentrales strategisches Thema.
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