Im Jahr 2025 verlor eine Rekordzahl von Geschäftsinhabern ihr Unternehmen.
Im Jahr 2025 verlor eine Rekordzahl von Geschäftsinhabern ihr Unternehmen.

Die Zahl der Unternehmer, die ihre Betriebe schließen mussten, erreichte 2025 in Frankreich einen beispiellosen Höchststand. Laut einer Studie des Observatoriums für unternehmerische Beschäftigung, durchgeführt vom Verband GSC und dem Datenspezialisten Altares, verloren im vergangenen Jahr 61.459 Unternehmer ihre Arbeitsplätze. Dies entspricht einem Anstieg von 1 % gegenüber 2024, nach mehreren Jahren starker Zuwächse im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Erholung nach der Covid-Pandemie.

Laut den Studienautoren spiegelt diese Situation ein unsicheres Wirtschaftsklima wider, das viele Unternehmensführer schwächt. Am stärksten betroffen sind weiterhin das Baugewerbe (25,2 % der Insolvenzverfahren) und der Einzelhandel (21,3 %). In beiden Bereichen gingen die Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2025 jedoch leicht zurück, während andere Branchen teils deutliche Anstiege verzeichneten.

Jüngere Unternehmer sind zunehmend besorgt

Die Studie hebt zudem eine jüngere demografische Gruppe unter den von Betriebsschließungen betroffenen Führungskräften hervor. Das Durchschnittsalter der betroffenen Unternehmer ist von 46,3 Jahren auf 45,8 Jahre gesunken, wobei die Zahl der jungen Führungskräfte unter 26 Jahren, die Insolvenz anmelden müssen, gestiegen ist. Die Altersgruppe der 41- bis 50-Jährigen bleibt jedoch am stärksten betroffen und macht 28,4 % der Arbeitsplatzverluste unter Unternehmern aus.

Ältere Unternehmer scheinen die Krise besser zu überstehen. Die Geschäftsverluste sanken bei den 51- bis 60-Jährigen um 4,6 % und bei den über 60-Jährigen um 8,2 %. Laut Analysten haben fünf Jahre wirtschaftlicher Instabilität die finanzielle Lage und die Moral vieler Unternehmer stark beeinträchtigt, während die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Frankreich weiterhin hoch ist.